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Radreisen sind so beliebt wie nie

  • Marcel Rotzoll
  • Montag | 11. März 2019  |  14:17 Uhr
Anlässlich der Tourismusmesse ITB in Berlin hat der ADFC seine Radreiseanalyse präsentiert. Viele der Zahlen und Fakten zum Markt sind für den Sportfachhandel höchst interessant.
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Interessante Zielgruppe auch für den Sportfachhandel: Der durchschnittliche Radreisende ist 52 Jahre alt.
© ADFC

Demnach fahren insgesamt 79 Prozent der Deutschen gelegentlich bis regelmäßig mit dem Fahrrad. 52 Prozent von ihnen nutzen das Fahrrad für Ausflüge und Radreisen und 29 Prozent nutzen das Rad für sportliche Zwecke. Durchschnittlich, so der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club ADFC, bricht jeder Radfahrer in der Freizeit jährlich zu circa elf Tagesausflügen auf, was insgesamt 258 Millionen Tagesausflügen mit dem Rad entspricht. Zusätzlich werden insgesamt rund 53 Millionen Ausflüge im Urlaub unternommen.

Bezogen auf die Gesamtbevölkerung hat mehr als jeder Zehnte (11 Prozent) in den vergangenen drei Jahren mindestens eine Radreise mit drei oder mehr Übernachtungen unternommen. Allein 2018 hätten sich 5,5 Millionen Erwachsene für eine Radreise entschieden. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das eine Steigerung um stolze 27 Prozent.

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Wachstumsstory: Spielt das Wetter mit, werden Radreisen immer beliebter. Dieses Potential sollte sich der Sportfachhandel nicht entgehen lassen.
© ADFC

Noch nie, so lassen sich die Ergebnisse zusammenfassen, waren Radreisen und Freizeit-Ausflüge mit dem Rad so beliebt wie heute. Nachdem 2017 vor allem aufgrund des verregneten Sommers die Zahl der Radreisen zurückgegangen war, wurden nun neue Rekorde gebrochen. Und ein Ende ist nicht abzusehen. 70 Prozent derjenigen, die in diesem Jahr eine Radreise planen, werden ihre Tour in Deutschland antreten. Im Schnitt sind die Radreisenden 52 Jahre alt. Die Radler wollen dabei vor allem die Natur erleben (86 Prozent), neue Regionen kennenlernen (65 Prozent) und „eine bestimmte Route abfahren“ (50 Prozent). Auch in diesem Jahr dürften wie im Vorjahr die meisten Radreisen wieder für Mai und Juni geplant werden.

Für den Sportfachhandel bedeutet das, dass die Bike-Sortimente immer wichtiger werden. Während sich der Zweiradfachhandel häufig auf die handwerklichen Sortimente (Zweiräder und Zubehör) konzentriert, kann der Sportfachhandel mit Bike-Textilien oder Radtaschen und -rucksäcken punkten. Durch den ungebremsten E-Bike-Boom ist dabei die Zielgruppe sogar noch breiter geworden. Insbesondere die kaufkräftige Kundschaft ab 45 Jahren dürfte dabei von besonderem Interesse sein.

Marcel Rotzoll

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Autor: Marcel Rotzoll

Stellv. Chefredakteur sportFACHHANDEL

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