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Hainer steht vor Hauptversammlung unter Druck

  • Markus Huber
  • Dienstag | 06. Mai 2014  |  22:11 Uhr
Herzogenaurach. Am Donnerstag steigt die Aktionärsversammlung der Adidas Group. Zumindest ein institutioneller Anleger zeigte sich übers Wochenende mehr als unzufrieden angesichts der Situation des Sportartiklers.
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Unter Beschuss vor der Hauptversammlung am Donnerstag: Herbert Hainer, Vorstands-Vorsitzender der Adidas Group.

Union Investment möchte nach Darstellung der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung am 8. Mai dem Aufsichtsrat und dem Vorstand, geführt von dessen Vorsitzenden Herbert Hainer, die Entlastung für das letzte Geschäftsjahr verweigern.

Demnach erreicht der Drei-Streifen-Konzern seine Ziele für 2015 wohl kaum. Eine Gewinn-Marge in Höhe von etwa 11% sei nicht realistisch. Dazu kommt noch, dass der Anleger Bauchschmerzen mit der Neuaufstellung von Tochtermarke Reebok und der Performance von Nike hat. Der amerikanische Mitbewerber "läuft Adidas davon" und gewinnt Marktanteile in der dreigestreiften Hochburg Europa - besonders vor der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien.

Das Unternehmen selbst sieht sich nicht in dem so beschriebenen kritischen Zustand: Adidas verbuchte im Geschäftsjahr 2013 einen Rekordgewinn von 839 Mio. EUR und will für die anstehende Aktionärsversammlung eine Dividende von 1,50 EUR (2013: 1,35 EUR) für die Aktie anbieten.

Dabei erweisen sich die Zahlen für das erste Quartal, die am Dienstag, den 6. Mai, vorgestellt wurden, als nicht gerade prickelnd. Der Umsatz gab gegenüber den ersten drei Monaten 2013 um 6% nach und brachte es auf 3533 Mio. EUR. In konstanten Währungen sahen die Erlöse besser aus, doch insgesamt litt der Drei-Streifen-Konzern unter herben Wechselkurs-Effekten.

Besonders betroffen war der Bereich "Other Businesses" mit Golfanbieter TaylorMade-Adidas Golf. Hier gab es ein währungsbereinigtes Umsatzminus von 27%. Insgesamt standen die Margen im Golfsegment unter Druck. Hinzu kam für den gesamten Konzern die Abwertung des russischen Rubels. Der operative Gewinn sank entsprechend um 8,6% auf 303 Mio. EUR. mh

Autor: Markus Huber

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 10-11 / 2014