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Gore: Ehrgeizige Umweltziele für 2020

  • Andreas Mayer
  • Donnerstag | 09. Februar 2017  |  18:12 Uhr
Zu diesen Zielen zählt unter anderem, dass Gore Fabrics in seinen Outdoor-Produkten künftig ökologisch bedenkliche PFCs beseitigen will.

Gore will künftig in seinen dauerhaft wasserabweisenden Imprägnierungen und in der Herstellung seiner Membranen auf ökologisch bedenkliche PFCs verzichten. Das soll in zwei Stufen erfolgen:

Bis Ende 2020 will Gore "ökologisch bedenkliche" PFCs in den Laminaten ersetzen, die rund 85 Prozent der daraus gefertigten Outdoor-Produkte entsprechen. Dazu gehören Jacken, Schuhe, Handschuhe und Accessoires. Bis Ende 2023 wird Gore ökologisch bedenkliche PFCs aus sämtlichen Laminaten für Outdoor-Kleidung ersetzen und gleichzeitig sicherstellen, dass die spezifischen Anforderungen für die jeweiligen Anwendungsbereiche weiterhin erfüllt werden.

Nach einer intensiven Diskussion konnten sich Gore und Greenpeace auf eine gemeinsame Definition ökologisch bedenklicher PFCs einigen: Demnach gilt gilt das von Gore für die Membranen verwendete Polymer PTFE - sofern es ohne ökologisch bedenkliche PFCs hergestellt ist - nun als "umweltfreundlich". PTFE gelte als inert und wasserunlöslich, es zersetze sich nicht und könne deshalb auch nicht zu einer Quelle für ökologisch bedenkliche PFCs werden, heißt es.

Greenpeace befürwortet diese Sichtweise. „Wir entwickeln unterschiedliche Materialvarianten. Nach unserem derzeitigen technischen Verständnis ist PTFE aufgrund seiner einzigartigen Leistungsfähigkeit und Langlebigkeit für viele, insbesondere anspruchsvolle Endanwendungen, die bevorzugte Wahl", erklärt Bernhard Kiel, Leiter des Nachhaltigkeitsprogramms von Gore Fabrics. "Durch seine hervorragende Langlebigkeit hebt sich PTFE vor allem unter ökologischen Gesichtspunkten ab: Je länger ein Produkt getragen wird, desto besser ist das für die Umwelt".

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Bernhard Kiehl
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Autor: Andreas Mayer

Chefredakteur