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Shoppingverhalten nach dem Lockdown – Hybrid-Lösung als Zukunftsmodell?

  • Ralf Kerkeling
  • Freitag | 05. Februar 2021  |  11:10 Uhr
Die Corona-Pandemie hat dem auch zuvor bereits boomenden Onlinehandel weiteren Aufschwung verliehen. Profitieren können davon die großen Verkaufsplattformen im Internet, aber auch das Onlinegeschäft der klassischen Filialisten. Das Shoppingverhalten ändert sich weiter zugunsten des Online-Handels, doch die Zukunft des Einkaufens erscheint durchaus hybrid, nicht nur digital.
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Online boomt. Aber auch der stationäre Handel hat seine Chance durch hybride Modelle, so die Trendanalysten.
© pixabay

Der Schweizer Verband ASMAS berichtet aktuell auf seiner Internetseite über das Einkaufsverhalten der Menschen während des Lockdowns. Dabei bezieht sich der Verband auf einen Bericht von Heike Scholz von der Internet-Plattform "Zukunft des Einkaufens" und dem "Trendmonitor Deutschland" des Marktforschungsinstituts Nordlight Research zum Schwerpunktthema "Online-Shopping 2020: Nutzung, Trends und Potenziale".

Junge Leute wollen auch stationär einkaufen

Das Shopping-Verhalten ändert sich demnach weiter zugunsten des Online-Handels, doch die Zukunft des Einkaufens erscheint durchaus hybrid, nicht nur digital. Aktuell kaufen rund drei Viertel der Bundesbürger (72%) mindestens einmal pro Monat im Internet ein (2019: 67%). Jeder fünfte Verbraucher (22%: 2019: 21%) sogar mindestens einmal pro Woche.

Generell hat jeder fünfte Verbraucher (21%; 2019: 22%) vor, in Zukunft zumindest noch etwas häufiger online einzukaufen als im stationären Laden. Umgekehrt wollen aber auch 18 Prozent (2019: 15%) in Zukunft zumindest wieder etwas häufiger in klassischen Geschäften und weniger online einkaufen – bemerkenswerterweise nicht zuletzt auch die jüngeren Verbraucher.

Zu den Produktgruppen, die aktuell besonders häufig online eingekauft werden, zählen vor allem Kleidung & Schuhe (48%; 2019: 48%), Bücher & Hörbücher (37%; 2019: 30%), Medikamente (32%; 2019: 26%) und Elektronik-Kleingeräte & Computer (30%; 2019: 31%). Lebensmittel (Trocken- oder Frischeprodukte) werden im Alltag demgegenüber erst vergleichsweise selten regelmäßig online eingekauft, allerdings mit steigender Tendenz (6%; 2019: 4%).

Als Online-Einkaufsplattformen nutzen die Deutschen derzeit am häufigsten: Amazon.de (77%; Vergleichswert 2019: 79%), Ebay.de (43%; 2019: 42%) und Otto.de (23%; 2019: 25%). Es folgen Zalando.de (18%; 2019: 15%), Lidl.de 17%; 2019: 12%), Tchibo.de (15%; 2019: 11%), Mediamarkt.de (13%; 2019: 12%) und Thalia.de (13%; 2019 9%).

Den ausführlichen Trend-Bericht können sie hier nachlesen.

Quelle: ASMAS

Ralf Kerkeling

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Trendmonitor Deutschland untersuchte das Einkaufsverhalten der Bundesbürger während der Pandemie.
© Trendmonitor Deutschland
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Autor: Ralf Kerkeling

Chefredakteur

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