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Schweizer Sportmarkt 2020 trotz Corona auf Vorjahresniveau

  • Ralf Kerkeling
  • Dienstag | 27. April 2021  |  12:00 Uhr
Wie eine nächste Woche erscheinende GFK-Schätzung zeigt, erreicht der Schweizer Sportmarkt 2020 trotz Corona das Vorjahresniveau. Auch der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2021, lässt vorsichtig auf ein gutes Potenzial schließen. In Kooperation mit der ASMAS veröffentlichen wir die Zahlen vorab.
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Bike zählt in der Schweiz zu den klaren Gewinnern, wie die GFK-Studie zeigt.
© unsplash

Der Sportmarkt Schweiz (ohne Bike) trotzt der Pandemie und erreicht den Vorjahresumsatz. Dies ist umso eindrücklicher, als der Markt nach April 2020 noch rund 30% unter dem Vorjahr lag (Lockdown 2020: 17.März bis 11.Mai). Dank eindrücklicher Rallye mit fast monatlich zweistelligen Zuwachsraten wurde gegen Ende Jahr die schwarze Null erreicht. Auffallend war auch, dass es viele Geschäfte gab, die richtig gut und andere, die sagenhaft schlecht liefen. Selten war die Schere grösser.

Generell ist dem Sport aber sicher zu Gute gekommen, dass Schweizerinnen und Schweizer viel mehr Zuhause waren als sonst. Work-From-Home, keine oder wenig Ferien im Ausland, weniger Auslandeinkäufe, weniger Ausgang und auswärts essen – aber viel Zeit und Gelegenheit, etwas für Fitness und Gesundheit zu tun und Sport zu treiben. Und das taten viele, viele auch neu!

Gewinner in diesem aussergewöhnlichen Jahr waren vorab Bereiche wie Fitness, Outdoor, Running, Stand-Up-Paddling oder im Winter Schneeschuhlaufen, Schlitteln oder Langlauf.

Verlierer indessen waren beispielsweise der Teilmarkt Bekleidung, der gesamte Teamsport und der Wintersport, vorab Ski alpin und Snowboard samt Mietgeschäft. Gerade für die Spezialisten in Wintersport war die Entwicklung doppelt bitter, lag doch seit langem wieder früh und bis in tiefe Lagen ausreichend Schnee und hätte die Chance für einen erfolgreichen Winter geboten – nur eben waren die Ressorts nur mit massiven Einschränkungen oder gar nicht offen.

Ein weiteres auffallendes Indiz für das Pandemiejahr war der florierende Verkauf Online: Der Handel per Paket stieg 2020 um 50%. Im Hartwarenbereich hat sich der Umsatz gar verdoppelt! 2020 wurde jeder vierte Franken im Sportmarkt online ausgegeben.

Einen riesigen Boom erlebte auch der Velomarkt: Zum Vorjahr wurden knapp 40% mehr Velos verkauft, bereits jedes Dritte war ein e-Bike (Umsätze nicht in obiger Sportmarkt-Analyse enthalten). Und der Boom geht weiter. Lieferengpässe zeichnen sich bereits ab respektive sind schon Fakt.

Ausblick 2021

Mit dem neuerlichen Lockdown vom 18.Januar bis 28.Februar ist der Sportmarkt wieder sehr schwach ins neue Jahr gestartet, hat sich dank starkem März aber bereits gut erholt. Da die nächsten Monate wegen dem Lockdown nicht mit dem Vorjahr vergleichbar sind, wird erst nach Mitte Jahr ein erster verlässlicher Trend erkennbar sein. Wie sich der Markt bis Ende Jahr entwickeln wird, hängt natürlich weiterhin vom Virus ab. Ohne neuerlichen Lockdown und mit einem ‘normalen’ Wintergeschäft, mit der noch immer grossen Lust der Menschen auf Sport und Bewegung, vorab auch draussen, darf man aber sicher vorsichtig optimistisch sein. Das Potenzial für ein gutes Sportgeschäftsjahr ist zweifellos da.

Quelle: ASMAS, GFK

Ralf Kerkeling

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Autor: Ralf Kerkeling

Chefredakteur

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