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INTERSPORT unterstützt Forderungen nach konkreter Öffnungsperspektive

  • Ralf Kerkeling
  • Freitag | 26. Februar 2021  |  12:30 Uhr
Deutschlands größter Sportfachhandelsverbund fordert gleiches Recht auf den Verkaufsflächen und unterstützt Forderungspapiere zu Stufenplänen und Wiedereröffnungskonzepten von Wirtschafts- und Handelsverbänden. Klare Perspektiven und verbindliche Öffnungsvorgaben zum 08. März 2021 müssen für den gesamten Einzelhandel gegeben sein.
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Intersport und Verbände fordern verlässliche Aussagen und Perspektiven.
© Pixabay

Die Corona-Krise und mit ihr der monatelange Lockdown hinterlässt tiefe Spuren, bei den Menschen und in der Wirtschaft. Es besteht akute Gefahr, dass Viele in den nächsten Monaten ihren Arbeitsplatz verlieren und Ladenschließungen zu Verödung der Städte führen. Aber das Leben gehört ins Zentrum. Mit jedem Tag Lockdown geht dem Handel Liquidität und damit die Innovationsfähigkeit für die Zukunft verloren. „Ein zu spätes oder fehlgeschlagenes Hochfahren kann fatale Folgen für uns als Gesellschaft und Volkswirtschaft haben“, so INTERSPORT-CEO Alexander von Preen.

Handel kein Infektionstreiber

Dabei ist der Handel nachweislich kein Infektionstreiber, wie eine Studie unter Beteiligung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin belegt. Im Einzelhandel ist es zu keiner erhöhten Infektionsgefährdung gekommen, denn hier begegnen sich Menschen nur für einen verhältnismäßig kurzen Zeitraum auf großer Fläche, können Abstand halten und Masken tragen. Für INTERSPORT hat der Gesundheitsschutz oberste Priorität. „Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und gehen verantwortungsvoll damit um. In 2020 haben wir in Hygienekonzepte investiert, die belegbar gut funktioniert haben. So können auch künftig strengste Abstands- und Hygienevorschriften eingehalten werden,“ betont von Preen. „Wir müssen die Balance zwischen Gesundheitsschutz und Wirtschaftsinteressen gestalten.“

Deshalb braucht der stationäre Handel jetzt alternative, verbindliche Öffnungskonzepte mit klaren Leitlinien für die Öffnungsstufen. Dabei erscheint es nur sinnvoll, die Expertise des Mittelstands als lokale Arbeitgeber sowie seiner Verbände entscheidend zu berücksichtigen. So können aus der unternehmerischen Praxis heraus erforderliche Impulse für das erfolgreiche Wiederhochfahren formuliert werden.

Handel existenzbedroht

Bund und Länder wurden von der Arbeitsgemeinschaft Mittelstand dazu aufgefordert, den Mittelstand eng in die Erarbeitung einer Öffnungsstrategie einzubinden. So hat der Wirtschaftsrat Deutschland als Interessenvertretung der Wirtschaft gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit bereits einen 3-stufigen Perspektivplan für die schrittweise Wiedereröffnung entwickelt. Auch der Mittelstandsverbund ZGV hat in einem offenen Brief an die Regierung appelliert, dass die Ladenschließung keine zielführende Maßnahme gegen die Pandemie sei. Diese ernüchternde Erkenntnis sei umso bedrückender, als bereits heute absehbar ist, dass es ein noch größerer Teil mittelständischer Unternehmen nicht bis zur Ziellinie schaffe, wenn die Geschäfte nicht spätestens am 8. März wieder geöffnet werden.

Auch der Handelsverband Deutschland HDE drängt auf zügige Wiedereröffnung der Geschäfte und wird dieser Forderung mit einer deutschlandweiten Anzeigenkampagne über das Wochenende Nachdruck verleihen. All diese Konzepte und Aktivitäten werden von der INTERSPORT unterstützt. Darüber hinaus hat sich Deutschlands größter Sportfachhandelsverband neben fast 200 weiteren Einzelhändlern und Modeherstellern aktiv der Kampagne #HandelnfuerdenHandel angeschlossen.

Ein wichtiger Aspekt in der Diskussion um die zügige Wiedereröffnung ist für den Sportfachhandel und damit INTERSPORT auch die Gleichstellung der Verkaufsflächen. „Es kann nicht sein, dass im Lockdown der Verkauf von Sportartikeln in branchenfremden Kanälen erlaubt wird, weil Food-Discounter per Definition systemrelevant sind,“ beklagt Alexander von Preen. „Diese Ungleichbehandlung ist nicht tragbar, denn sie verstärkt vielmehr das Umsatzproblem von uns Sportfachhändlern.“

Der Sportfachhandel übernimmt eindeutig eine gesellschaftliche Verantwortung. Sport ist essentiell für die Gesundheit. Und im Sportfachhandel geht es um mehr als Verkauf von Sportartikeln, nämlich die individuelle, kompetente Beratung und die Kommunikation von Sportlern für Sportler mit Hilfen und Tipps rund um das persönliche Training. Gerade in diesen Zeiten ist Sport ein wichtiger Faktor, um Menschen den Mehrwert einer bewussten und gesunden Ausübung sportlicher Aktivität näherzubringen. Sportliche Aktivitäten an der Luft stärken das Immunsystem und die Psyche. Insofern ist der Sportfachhandel systemrelevant.

Verlässliche Perspektiven gefordert

Die Wirtschaft braucht eine verlässliche Perspektive für eine verantwortungsvolle Normalisierung des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens. Es geht jetzt um die Sicherung von Unternehmen, Arbeitsplätzen, den dahinterstehenden Familien und gesellschaftlichen Strukturen. Mit geeigneten Konzepten, dem flächendeckenden Einsatz von Schnelltests, systematischer digitaler Nachverfolgung des Infektionsgeschehens in Kombination mit beschleunigtem Impf-Tempo kann die Normalisierung gelingen. „Wir können die Beherrschbarkeit der Pandemie miteinander schaffen. Unsere Chance ist ein Leben mit dem Virus,“ so INTERSPORT-CEO Alexander von Preen.

Quelle: Intersport

Ralf Kerkeling

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Die Big-Player der Branche unterstützen die Kampagne "Das Leben gehört ins Zentrum".
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Autor: Ralf Kerkeling

Chefredakteur