• sportFACHHANDEL – Das Insider-Magazin mit News · Fakten · Hintergründen

Beim Skiservice schlägt die Stunde des Fachhandels

  • Andreas Mayer
  • Dienstag | 16. Februar 2016  |  10:46 Uhr
Der Sporthandel wünscht sich nach einem heißen Sommer einen kalten, schneereichen Winter. Über das Thema Ski- und Snowboardservice wollen die Spezialisten Wintersportfans jetzt schon begeistern und in den Laden ziehen. Gemeinsam mit den führenden Skiservice-Ausrüstern haben die Händler überzeugende Argumente erarbeitet, um den Ski-Kunden nicht nur enger an sich zu binden, sondern auch, um noch mehr Spaß und Sicherheit auf den Pisten zu gewährleisten.
neuer_name

© Montana

Text: Nicolas Kellner

Skiservice ist wichtig, darüber sind sich alle einig. Noch bedeutender wird diese Dienstleistung jedoch als zusätzlicher Umsatzbringer und Kundenbindungsmittel in diesen unsicheren Klimazeiten. Bei wechselnden Schneeverhältnissen leidet das Sportgerät außerdem auf nicht optimalem Untergrund mitunter noch stärker. Hier schlägt die Stunde des Fachhandels. Wie zum Beispiel bei Sport Jakob in Waldkirch. Der Montana-Partner bewirbt seine Wintersport-Dienstleistungen ganzjährig und verspricht „Perfektion und Präzision“ bei seinem Ski- und Snowboardservice. „Unser Aushängeschild in Sachen Service“, sagt Händler Claus Jakob. Man investiere ständig in neueste Servicemaschinen und Ausbildung der Servicemitarbeiter. Modernste Schleiftechnologie und hochwertige Materialen würden einen perfekten Ski- und Snowboardservice garantieren. Das sei „unser Aushängeschild in Sachen Service.“ Man investiere ständig in neueste Servicemaschinen und die Ausbildung der Servicemitarbeiter, um einen optimalen und sicheren Fahrspass anbieten zu können. Modernste Schleiftechnologie und hochwertige Materialen garantieren perfekten Ski- und Snowboardservice. Jakob hat sich darüberhinaus auch als Spezialist in Sachen Skiboot-Fitting und vor allem Langlaufservice einen Namen gemacht. „Unsere Langlauf-Rennschliffe machen aus LL-Ski ein High-End-Gerät“, versichert der Händler , „wir stimmen die Strukturen auf unterschiedlichste Temperaturbereiche ab, um aus dem Ski die maximale Gleitfähigkeit herauszuholen“. Für den süddeutschen Händler, der auf eine über 60-Jährige Tradition zurückblicken kann, ist das Servicegeschäft zu einem wichtigen Standbein geworden neben dem regulären Verkauf und dem Verleihbusiness. Die Preisrange für Skiservice beträgt zwischen 19 Euro (Kinderski) und 35 Euro.

Service ist zweites Standbein

Auch Sport Kiefer in Freiburg setzt immer stärker auf Service-Dienstleistungen für den Wintersportler. Das Zauberwort dort lautet individualisierte Services. Die Ski- und Snowboardwerkstatt ist zwischen September und April geöffnet. Kiefer ist stolz, im „Gegensatz zu vielen anderen Sportgeschäften und den meisten Servicestationen in den Bergen keinen vollautomatischen Standard Skiservice vom Fliessband, sondern einen professionellen und individuellen, auf jeden einzelnen Ski oder Snowboard angepassten schonenderen Kanten- und Belagsservice auf einer hochwertigen Diamant-Stein-Schleifmaschine anzubieten“. Die Ski- und Snowboard-Servicepakete würden immer einen Strukturschliff und ein Kanten-Renn-Finish beinhalten. Auf Wunsch könnten sogar für spezielle Schneearten auch Spezial-Strukturen (Pfeilstruktur-/Tannenbaum-Struktur...) geschliffen werden, verspricht Werkstatt-Leiter Veit Krimmel. Der gelernte Schreinermeister habe mit seiner Handwerkskunst schon so manchen „Totalschaden“ ins Leben zurückgeholt.

neuer_name
Skiservice ist Hightech und Handarbeit zugleich.
© Montana

Startschuss war Mitte September

Seit Mitte September stehen die ersten Ski im Handel parat, darunter einige neue Modelle, meist jedoch noch Vorjahres-Alpinski sowie Tourenski (bei Sport Scheck in München). Der süddeutsche Intersport-Händler Conrad bietet Testski zu deutlich reduzierten Preisen (50 Prozent) an. Bei Scheck wird demnächst dann die Bikeabteilung zur Winterservice-Station umgebaut, was von den Kunden dankbar angenommen werde, berichtet ein Mitarbeiter. Neben Testtagen läuft auch bei Conrad das Servicegeschäft an, über das Kunden ans Geschäft gebunden, aber auch Zusatzumsätze generiert werden sollen. Und auch in der Schweiz und in Österreich haben Wintersporthändler das Potential entdeckt, welches im Servicegeschäft rund um Ski und Snowboard liegt. Der Schweizer Spezialist Ski Service Corvatsch beispielsweise unterhält rund um St. Moritz und im ganzen Engadin gleich mehrere Skiservice- und Verleihstationen, die von Jahr zu Jahr wachsen.

Mayer

Autor: Andreas Mayer

Chefredakteur sportFACHHANDEL / Wanderlust / SkiMAGAZIN

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 12 / 2015