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Voswinkel startet Veräußerungsprozess

  • Marcel Rotzoll
  • Mittwoch | 05. Juni 2019  |  12:30 Uhr
Aktuell hat der Intersport-Vorstand die eigenen Mitglieder in einem Schreiben über den nun gestarteten Prozess beim Filialisten Voswinkel informiert. Mitglieder, die konkretes Interesse an einzelnen Standorten haben, können sich an dem so genannten M&A-Prozess beteiligen.

Ende April hatte Intersport Voswinkel beim Amtsgericht Dortmund die Einleitung eines Schutzschirmverfahrens beantragt. Betroffen davon sind die deutschlandweit 74 Filialen und 1.200 Mitarbeiter. Das Schutzschirmverfahren erlaubt es Voswinkel, sich im Rahmen des Insolvenzplans schnell und verhältnismäßig einfach von defizitären Filialen zu trennen. Das Schutzschirmverfahren sieht aber auch vor, dass neben dem Insolvenzplan ebenfalls geprüft wird, das Unternehmen zu veräußern. Dies kann bedeuten, dass das Unternehmen Voswinkel als Ganzes, in Teilen oder im Falle mangelnden Interesses, bzw. dem Ausbleiben entsprechender Angebote gar nicht verkauft wird.

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Bald neuer Eigentümer? Im Zuge des Mergers & Aquisition-Verfahrens könnte Voswinkel als Teil, als Ganzes oder auch gar nicht den Besitzer wechseln.
© Intersport Voswinkel

Im Zuge des nun eingeleiteten M&A-Prozesses ("Mergers & Aquisition") solle geprüft werden, ob es Investoren für das Gesamtunternehmen oder einzelne Teile, sprich Filialstandorte, gebe. Dazu wurden nun maßgebliche Marktteilnehmer und potentielle Investoren angeschrieben. Mit der Durchführung des Prozesses wurde das auf Sanierungen und Restrukturierungen spezialisierte Beratungsunternehmen Restrukturierungspartner jwt mit Sitz in Berlin und Büros in Düsseldorf und Frankfurt beauftragt. Dieses soll den M&A-Prozess mit der Voswinkel-Geschäftsführung sowie dem im Schutzschirmverfahren zuständigen Sachwalter Christoph Schulte-Kaubrügger abstimmen.

Aktuell hat der Intersport-Vorstand die eigenen Mitglieder in einem Schreiben über den nun gestarteten Prozess beim verbundgruppen-eigenen Filialisten Voswinkel informiert. Mitglieder, die konkretes Interesse an einzelnen Standorten haben, können sich an dem M&A-Prozess beteiligen.

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Bald neue Aufgabe in Heilbronn: Helge Mankowski wechselt von Voswinkel in die Intersport-Zentrale.
© Intersport

Mitte Mai war der langjährige Karstadt Sports-Manager Marcus Neul gleichberechtigt in die Voswinkel-Geschäftsführung, bisher bestehend aus Helge Mankowski und Anna-Lena Schulte-Angels, eingetreten. Derweil wird der Wechsel von Helge Mankowski in die Verbundgruppen-Zentrale nach Heilbronn konkreter. Er werde, so ist zu vernehmen, innerhalb der kommenden Wochen im von COO Frank Geisler geführten Bereich Kooperationspartner eine Führungsrolle übernehmen.

Marcel Rotzoll

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Autor: Marcel Rotzoll

Stellv. Chefredakteur sportFACHHANDEL