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Ulm: Mammut, quo vadis?

  • Uli Wittmann
  • Dienstag | 24. Mai 2016  |  21:52 Uhr
Wer in Ulm Ausrüstung, Schuhe oder Kleidung im Mammut-Store kaufen möchte, steht derzeit vor verschlossenen Türen. Der bisherige Franchisenehmer übergibt an einen anderen Betreiber. Das überrascht nicht: Ulm hat sich bereits in der Vergangenheit für Franchise-Stores aus dem Outdoor-Bereich als schwieriger Standort erwiesen.
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Am 12. September 2013 eröffnete Frank Steinhauser als Franchisenehmer in der Ulmer Frauenstraße 16 einen Mammut-Store. Für die Schweizer Marke war es der 14. eigene Shop in Deutschland. Steinhauser selbst arbeitete einige Jahre bei dem Unternehmen als Retail Manager, bevor er in Ulm den 190 qm großen Monobrand-Store eröffnete. Zuvor war in dieser Immobilie Sport Mohre ansässig gewesen, der in einen innerstädtischen Laden umzog, dort aber schließen musste.

Doch auch der neue Mammut-Store bekam schnell Probleme: Der Rand der Ulmer Altstadt wird durch die stark befahrene Frauenstraße getrennt, und eine Neugestaltung war lange überfällig. Anstelle von Kunden standen monatelang Bauarbeiter und Baufahrzeuge vor den Schaufenstern. Auch ist die Konkurrenz-Situation vor Ort sehr groß: Sport Sohn bietet in der Ulmer Einkaufsmeile, der Hirschstraße, und in der Nachbarstadt Neu-Ulm ein breites Angebot an Outdoor- sowie Sporttextilien an. Mit im Sortiment ist auch Mammut. In unmittelbarer Nähe zum vorübergehend geschlossenen Mammut Store befindet sich Intersport Klamser. Seit 1983 besteht dort das Sportgeschäft, damals als F 26 der Sport Abt, zu dem auch eine Outdoor-Abteilung gehört. Ebenfalls nur wenige Gehminuten, aber auch zentraler ist Globetrotter seit 2014 in Ulm vertreten. Zuvor hatte dort der Travel Store Woick die Räume vom Outdoorladen Grenzenlos übernommen.

Nun ist der Mammut Store in Ulm geschlossen - zumindest vorübergehend. Ein Zettel an der Eingangstür erklärt: "Wegen Betreiberwechsel vorübergehend geschlossen." Wer sich als nächstes hier versucht, ist offen. Insider halten es auch für möglich, dass Mammut selbst den Store betreibt.

Doch offensichtlich ist die Donaustadt für Monobrand-Stores ein kritischer Standort: Mitte 2014 schloss der Timberland-Store am Münsterplatz 19. Dabei ist dessen Lage optimaler gewesen, als der von Mammut in der Frauenstraße. Viele Passanten und Touristen, kamen dort täglich vorbei, denn der damalige Timberland-Store befand sich direkt am Münster. Seit 2014 befindet sich in diesen Verkaufsräumen das Berliner Taschenlabel Liebeskind. Während der Mammut-Store in Ulm eröffnete, gab es einen Wechsel gab es beim dortigen Jack-Wolfskin-Store. Im September 2013 gab der bisherige Franchisenehmer diesen Standort auf. Jack Wolfskin selbst betreibt seitdem den Store in der Hafengasse 2. Lediglich Vaude - das Outdoor- und Bike-Label eröffnete im Herbst 2014 einen eigenen Store -, konnte sich mit dem Ravensburger Unternehmen Reischmann Mode + Sport als Franchisenehmer in Ulm in der Nähe zur Hauptfußgängerzone etablieren.

Uli Wittmann, Ulm

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Autor: Uli Wittmann