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Studie geht von starkem Weihnachtsgeschäft aus

  • Mittwoch | 28. Oktober 2015  |  09:31 Uhr
Selten geben die Deutschen so viel Geld für Weihnachtsgeschenke aus wie in diesem Jahr. Damit rechnet zumindest eine Untersuchung der Beratungsfirma Ernst & Young. Die Befragung zeigt auf, wer und was die Gewinner und Verlierer nach Vertriebsgruppen und Sortimenten sein werden.
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Shopping-Center wie der Ruhr Park in Bochum dürften zu den Gewinnern des diesjährigen Weihnachtsgeschäfts zählen.
© UNIBAIL-RODAMCO

Die Befragung von 1500 Bürgern ergab, dass diese wohl geneigt sind, im Durchschnitt 259 Euro für Präsente auszugeben. Das entspricht einer Steigerung um 18 Prozent gegenüber 2014. In den letzten zehn Jahren war nur ein Fest stärker: 2013 griffen die Deutschen noch tiefer in die Tasche und ließen im Schnitt 273 Euro in den Läden. In diesem Jahr wird ein Gesamtvolumen von 14,6 Mrd. Euro fällig, das an den Weihnachtsmann überwiesen wird.

2015 werden wohl Geschenkgutscheine sowie Bargeld der Renner sein: Dafür wollen die Kunden 45 Euro aufbringen - 29 Prozent mehr als noch vor Jahresfrist. Im gleichenn Maß steigen die Ausgaben für Bekleidung, die laut Ernst & Young mit 31 Euro zu Buche schlagen.

Weitere Aufsteiger sind Bücher und E-Books mit einem Zuwachs von 38 Prozent auf 29 Euro. Rückläufig sind dagegen die Ausgaben für Süßigkeiten und andere Lebensmittel sowie für Schmuck.

Das meiste Geld wird von Frauen ausgegeben. Die bessere Hälfte der Gesellschaft steigert ihre Ausgaben von 209 Euro im Vorjahr auf überdurchschnittliche 264 Euro. Männer lassen 252 Euro springen und laufen damit der allgemeinen Konsumlaune hinterher.

Tendenz zum Online-Handel - Rückkehr ins Kaufhaus

Mit einem vorweihnachtlichen Marktanteil von 36 Prozent dürfte der spezialisierte, stationäre Fachhandel auch 2015 wieder mit dem Löwenanteil des Umsatzes nach Hause gehen. Sein Vorsprung gegenüber anderen Vertriebsformen scheint aber zu schrumpfen. Die Fachhändler hatten im letzten Jahr noch einen Anteil von 39 Prozent und 2012 sogar von 52 Prozent.

Zulegen konnten dagegen die Internet-gestützten Shops. Die werden laut Befragung um 15 Euro zulegen und insgesamt 55 Euro aus dem bundesbürgerlichen Budget herausschneiden.

Noch besser vorankommen dürften die Warenhäuser und die Einkaufszentren. Ließen die Konsumenten 2014 dort noch 65 Euro pro Kopf liegen, sollen es in diesem Advent gar 91 Euro sein. Ernst & Young vermutet, dass die EKZ's und Kaufhäuser insbesondere auf einem Gebiet brillieren: der längeren Verweildauer der Kunden durch ein reichhaltiges Angebot an Unterhaltung, Animation und Kinderprogrammen.

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