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Stadium steht erst am Anfang seiner Expansion

  • Nicolas Kellner
  • Freitag | 27. Januar 2017  |  14:00 Uhr
Ein gutes Jahr nach dem Start in Hamburg zeigt sich: Stadium will mehr. sportFACHHANDEL bat Deutschland-Chef Johan Sandgren zum Gespräch über den derzeitigen Stand und künftige Pläne der Schweden.

Interview: Nicolas Kellner

sportFACHHANDEL: Herr Sandgren, verraten Sie uns ihre weiteren Expansionstrategie für Deutschland und vielleicht sogar für den gesamten DACH-Raum? Wieviel Sportläden wollen Sie noch eröffnen?

Johan Sandgren: Momentan unterhalten wir bereits drei Stadium-Geschäfte in Hamburg. Wir wollen hier durchaus noch mehr Läden haben und darauf läuft auch unsere lamgfristige Planung hinaus bevor wir uns anderer Städte in Deutschlands annehmen. Sagen wir mal so: In Schweden führen wir jetzt 90 Shops von Stadium, bei einer Einwohnernzahl von 10 Millionen im Land. Hierzulande gibt es 80 Millionen Einwohner, und das macht es natürlich spannend für uns hinsichtlich Durchdrängung des Marktes und weiterer Geschäftmöglichkeiten in Deutschland, die sich ergeben.

sFH: Worauf zielen Sie denn genau? Auf welche Bereiche von Outdoor bis Trendsport ...

Unser Fokus liegt im Sporthandelssektor ganz klar bei Sports & Lifestyle. Dabei sehen wir unsere Zielgruppe bei der Familie und dort insbesondere aber auch bei den Damen mittleren Alters. In den Läden selbst konzentrieren wir uns auf die Bereiche Sportschuhe, Training, Laufen, Fußball und Nachwuchsartikel sowie auch auf alpine Sportarten und Sportmode.

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Dreimal ist Stadium bislang in Hamburg an feinster Adresse vertreten ...
© Stadium

sFH: Dieser Markt ist sicher umkämpft. Wo sehen Sie sich da, wer sind die stärksten Mitbewerber?

In Hamburg sind das sicher Händler aus der EK-Gruppe Intersport und natürlich auch Karstadt Sports sowie Sport Scheck. Vergessen dürfen wir aber nicht H&M und ähnliche Modehändler, die über ihr bisheriges Bekleidungsgeschäft hinaus immer stärker auch in den Sportmodesektor drängen. Das entspricht sicher den Wünschen einer jungen Zielgruppe, auf die wir ja auch aus sind.

sFH: Da wird´s auch bei Stadium wichtig, wie stark man markenorientiert ist. Und welche Rolle spielen darüber hinaus Ihre Eigenmarken bei Ihnen?

Das Markenbewusstsein ist sehr wichtig, bei uns und bei den Kunden. Dieser Trend nimmt auch kontinuierlich zu. Wir sehen unsere eigenen Marken, SOC und Everest, dazu als komplementäre Angebote. Wir bemühen uns also sehr darum, dass wir genau darüber und mit den bekannten Topmarken im Haus weiteres Wachstum für Stadium generieren können.

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... doch Johan Sandgren will noch weiter expandieren.
© Stadium

sFH: Gibt es dafür Beispiele im skandinavischen Markt? Wie stark sind Sie dort?

Stadium ist Marktführer in Schweden mit einem Marktanteil von 25 Prozent. In Finnland liegen wir an zweiter Stelle mit einem Marktanteil von 15 Prozent. Das bezieht sich jeweils auf unsere unsere Geschäfte, auf die Outlets und unser Online-Business.

sFH: Wie unterscheiden Sie sich denn zu anderen Marktteilnehmern sowohl im klassischen Geschäft als auch in Sachen Online-Business?

Unser Ziel ist immer, unsere Besuchern und Käufern jeweils das bestmögliche Einkaufserlebnis zu bieten, das die Kunden auch inspirieren soll. Dazu gehört natürlich ein hoher Grad an Service. Dies gehört immer zusammen. Ich glaube aber, was uns wirklich noch deutlich zu unseren Wettbewerbern unterscheidet, sind und drückt sich in unseren Eigenmarken aus.

Autor: Nicolas Kellner

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 01 / 2017