• sportFACHHANDEL – Das Insider-Magazin mit News · Fakten · Hintergründen

Stadium gibt Deutschland-Geschäft auf

  • Marcel Rotzoll
  • Freitag | 06. Dezember 2019  |  12:12 Uhr
Aus der Eroberung des deutschen Marktes ist nichts geworden – im Gegenteil: Stadium zieht sich komplett aus dem Markt zurück, weil man keine Geschäftsgrundlage mehr sehe.
neuer_name
Mit großen Erwartungen war Stadium 2014 in der Hamburger Mönckebergstraße gestartet. Fünf Jahre später sieht das Management der Skandinavier keine Geschäftsgrundlage mehr im deutschen Markt.
© Stadium

Noch vor dem Jahreswechsel werden die beiden Filialen in der Mönckebergstraße sowie im Phoenix-Center in Hamburg-Harburg geschlossen. Die dritte Filiale in Hamburg-Altona soll mit Auslaufen des Mietvertrages ebenfalls geschlossen werden. Stadium, so teilt der skandinavische Filialist mit, habe beschlossen, das Deutschlandgeschäft vollständig abzuwickeln. „Wir sehen keine geschäftlichen Gründe für eine Ausweitung unserer Aktivitäten in Hamburg und haben beschlossen, unsere Filialen auf dem Markt zu schließen. Die Marktsituation in Verbindung mit hohen Mieten führt dazu, dass wir unsere Profitabilitätsziele nicht erreichen. Wir werden daher in naher Zukunft zwei Filialen schließen und schließlich Deutschland vollständig verlassen, damit wir uns noch stärker auf unsere anderen Investitionen, Filialen und Märkte konzentrieren können“, erklärt Magnus Wåhlander, General Manager Stadium.

Damit wird sich die Stadium Group, die im Besitz der Brüder Ulf und Bo Eklöf sowie der Ikano-Gruppe der Ikea-Familie Kamprad ist, mit ihren fast 180 Filialen auf Schweden, Finnland und das kürzlich gegründete Norwegen-Geschäft konzentrieren.

neuer_name
Magnus Wåhlander, der General Manager von Stadium, will sich nach der gescheiterten Deutschland-Expansion zukünftig auf Skandinavien konzentrieren.
© Stadium

Dem Flagshipstore auf der Hamburger Mönckebergstraße, der Ende September 2014 eröffnete, folgten kurz darauf weitere Filialen in Hamburg-Altona und Hamburg-Harburg sowie 2015 die Einrichtung eines Online-Shops. Mit dem damaligen Markteintritt in Deutschland gingen große Ankündigungen einher. Einst hatte man es sich zum Ziel gesetzt, zunächst „die größte Sporthauskette für Sportartikel und Sportmode in Hamburg zu werden“ und von der Hansestadt aus auch ganz Deutschland zu erobern.

Marcel Rotzoll

Rotzoll

Autor: Marcel Rotzoll

Stellv. Chefredakteur sportFACHHANDEL

Weitere Artikel …