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Sport Schuster: Fußball im Abseits

  • Marcel Rotzoll
  • Montag | 29. Juni 2020  |  10:25 Uhr
Sport Münzinger, das traditionsreiche Fußball-Fangeschäft im Münchener Rathaus und Teil von Sport Schuster, wird zum Ende des Jahres schließen. Grund seien die Auswirkungen der Corona-Krise und die Fokussierung auf das Kerngeschäft im Sporthaus Schuster.
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Sport Münzinger gilt als ältestes Sportgeschäft Münchens. Das Fangeschäft war auch in den vergangenen Saison bereits schwierig. Die Corona-Krise hat nun zur Entscheidung geführt, das traditionsreiche Haus aufzugeben.
© Sport Münzinger

Seit fast 130 Jahren ist Sport Münzinger eine Münchener Institution – und damit das wohl älteste Sportfachgeschäft der bayerischen Landeshauptstadt. 1892 wurde das Unternehmen zum Königlich Bayrischen Hoflieferanten ernannt. 1904 bezog das Unternehmen als erster Mieter die Räume des neu gebauten Münchner Rathauses am Marienplatz, wo es bis heute der Treffpunkt der Fußballfans ist. Nun wird diese Tradition ihr Ende finden.

Das seit 2003 zum Sporthaus Schuster gehörde Geschäft für Fanartikel sowie Sneaker und Lifestyle wird zum Ende des Jahres schließen. „Der Ausfall der laufenden Fußball-Saison, die Absage der Euro 2020, der Corona bedingte deutliche Rückgang der Frequenz an Touristen und auswärtigen Fans, sowie die neuen Möglichkeiten der räumlichen Erweiterung im Stammhaus“ hätten zu dieser Entscheidung geführt, teilt das Unternehmen mit. Der größte Teil der Mitarbeiter werde bei Schuster übernommen. Die Schuster-Gruppe wolle sich auf das im Jahr 2018 erweiterte Stammhaus in der Rosenstraße mit einer Gesamtfläche von 5.000 Quadratmetern sowie den Online-Shop konzentrieren.

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Man wolle sich künftig ganz auf das Kerngeschäft mit Stammhaus und Online-Shop konzentrieren, teilt Sport Schuster mit. Das Stammhaus in der Rosenstraße wurde 2018 umgebaut und erweitert.
© Sport Schuster

„Die Bündelung unserer Kräfte und Fokussierung auf die Marke Schuster – stationär wie online – tragen den aktuellen Herausforderungen im Handel Rechnung“, kommentieren die beiden Geschäftsführer Rainer Angstl und Flori Schuster. „Das ist der konsequente nächste Schritt in der erfolgreichen Geschichte des Familienunternehmens, das 1913 gegründet wurde.“ Mit dem Stammhaus wolle man „konsequent auf die prägenden Sortimente Berg- und Aktivsport“ setzen und „zukünftig noch stärker in die Kernkompetenzen Service/Beratung (analog und digital)“ investieren.

Marcel Rotzoll

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Autor: Marcel Rotzoll

Stellv. Chefredakteur sportFACHHANDEL