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Sport Scheck rüstet Cross-Channel-Handel auf

  • Eveline Heinrich
  • Montag | 26. Mai 2014  |  11:08 Uhr
München. Ab dem 1. Juli möchte Sport Scheck in allen deutschen Filialen mit SAP arbeiten. Außerdem ist ein Umzug des Lagers geplant.

Der Multichannel-Händler möchte mit der Einführung der SAP-Systemlandschaft "schneller und bedarfsorientierter" handeln können: „SAP ermöglicht uns eine vertriebslinienübergreifende Rundumbetrachtung des Kunden, einen 360-Grad Blick auf ihn“, erklärt Geschäftsführer Guido Jaenisch. Mit diesen Informationen werde das Verkaufspersonal an allen Touchpoints auf sämtliche Echtzeit-Kundendaten zugreifen können und der Einkauf, „die richtigen Produkte, zum richtigen Zeitpunkt dem Konsumenten zur Verfügung stellen“. Auch für die Online-Kunden gebe es Vorteile: Sie könnten erstmals die kompletten Filialbestände und damit über 30.000 Artikel im E-Shop sehen, was einem Wachstum der online sichtbaren Sortimente um 40% entspricht.

Außerdem erlaube das neue System einen schnelleren Versand an die Kunden. 90% der Bestellungen sollen künftig am nächsten Tag ausgeliefert werden. „An den Standorten, wo wir eine Filiale haben, wird Same-Day-Delivery möglich sein“, kündigt Jaenisch an. In Österreich war die Umstellung auf SAP laut eigenen Angaben bereits problemlos verlaufen.

Sport Scheck möchte mittels SAP auch andere Lieferanten und Händler auf einer neuen Plattform managen, die dort - analog zu Amazon - ihre Ware verkaufen könnten.

Im Juli übergibt der Filialist außerdem seine Warehouse-Logistik an den Dienstleister Fiege (Greve). Damit zieht auch das Sport-Scheck-Lager des bisherigen Dienstleisters Baur, eine Konzernschwester aus der Otto Group, von Burgkunstadt nach Apfelstädt bei Erfurt, von wo aus auf rund 40.000 qm die Filialen in Deutschland sowie die Endkunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz beliefert werden. eh

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Autor: Eveline Heinrich

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 12 / 2014