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Sport 2000: Outdoor bleibt Wachstumsgarant

  • Sonntag | 30. Juni 2019  |  15:58 Uhr
In der Hitze von München präsentierten die Verbundgruppen heute aktuelle Zahlen. Den Beginn macht traditionell die Sport 2000, die den Erfolg der Warengruppe mit der "Mission Outdoor" weiter verstetigen will.

3 Prozent plus X – Eine Marke, die die Sport 2000-Partner im ersten Halbjahr nicht erreichen können. Bisher liegt das aufgelaufene Umsatzplus bei 2,5 Prozent. Erfreulich ist jedoch, dass sich die Kategorie Outdoor berappelt hat. Im Vorjahr hatte die Verbundgruppe zur OutDoor nur ein schwaches Plus von 1,8 Prozent in den ersten fünf Monaten vermelden können. Schuhe retteten dabei das Plus, während Textilien und Hartwaren verloren. Heute präsentierte Geschäftsführer Hans-Hermann Deters bessere Zahlen. Outdoor-Textilien sind im Vergleich zum Vorjahr wieder deutlich ins Plus zurückgekehrt (+ 5,3 Prozent), Outdoor-Schuhe legten sogar um 9,3 Prozent zu. Nur die Hartwaren verlieren bei den Sport 2000-Partnern weiter. Hier steht ein Minus von 4,8 Prozent zu Buche. Dabei machen Hartwaren insgesamt 16 Prozent des Outdoor-Umsatzes aus, Schuhe 36 Prozent und Textilien 48 Prozent.

Das Segment Outdoor solle innerhalb der Verbundgruppe weiter gestärkt werden. Immerhin ist der Erlebnisbereich mit einem Anteil am Gesamtumsatz von 22 Prozent der umsatzstärkste. Man wolle zukünftig in die Outdoor-Partner sowie die Relevanz der Kategorie insgesamt investieren. Von den 1.020 Unternehmen, die mit ihren 1.578 Verkaufsstellen Ende Mai zur Sport 2000 gehörten, bilden insgesamt 338 Händler den „relevanten“ Anteil des Outdoor-Umsatzes ab. 40 Prozent dieser Umsätze erwirtschaften die 131 Outdoor-Profis mit ihren 150 Geschäften, weitere 40 Prozent kommen von 37 weiteren Outdoor-Spezialisten, neben einigen größeren stationären Händlern zählen dazu beispielsweise Campz, Keller Sports und andere Onliner. Die 170 Generalisten stehen noch für 20 Prozent des „relevanten“ Umsatzes. Ab Frühjahr 2020 soll es mit der Dachmarken-Kampagne „Mission Outdoor“die bisher größte Outdoor-Initiative der Mainhausener geben.

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Während Geschäftsführer Andreas Rudolf Verpflichtungen zur 100-Jahr-Feier der ANWR in Hamburg hat, halten Michael Kuhls, Hans-Hermann Deters und Olaf Wittayer am ersten Messetag der OutDoor die Stellung.
© sfh

Stolz ist man in Mainhausen auf den stetig wachsenden Zentralregulierungsumsatz. Allein in den ersten fünf Monaten des Jahres konnte die Zentrale den ZR-Umsatz um 10,8 Prozent steigern. Zwischen 2014 und 2018 betrug das Plus sogar 42,7 Prozent.

„Das ist eine Frechheit gegenüber Händlern“, empört sich mit gewohnt deutlichen Worten Olaf Wittayer von den Outdoor-Profis darüber, dass mancher Aussteller in der Vergangenheit zu den Ordertagen der Outdoor-Profis ab Mittag des letzten Messetages beginnen, die Stände abzubauen. Das werde in Zukunft nicht mehr toleriert. Bereits für die kommenden Ordertage vom 7. bis 9. Juli habe man veranlasst, dass eine Vertragsstrafe fällig wird, wenn ein Stand bereits abgebaut wird, bevor die Messe schließt.

Marcel Rotzoll