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OutDoor by ISPO: „Wir setzen auf Dialog“

  • Andreas Mayer
  • Freitag | 22. Juni 2018  |  11:03 Uhr
Im kommenden Jahr übernimmt die Messe München die OutDoor. Wir haben Markus Hefter, dem neuen Projektleiter der „OutDoor by ISPO“, erste inhaltliche Vorstellungen entlockt.

sportFACHHANDEL: Spätestens, wenn morgen abgebaut wird hier in Friedrichshafen, richten sich alle Blicke zu Ihnen nach München. Was wollen Sie anders machen als Ihre Friedrichshafener Kollegen?

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Markus Hefter
© Messe München

Markus Hefter: Die OutDoor hat sich in den letzten 25 Jahren als die wichtigste internationale Fachmesse für die Outdoor-Branche etabliert. Auf diesen Erfolg bauen wir auf. Fest steht, dass B2B-Messen ihr Konzept erweitern müssen, um zukunftsfähig zu bleiben. Für die OutDoor by ISPO beinhaltet das nicht nur die inhaltliche Weiterentwicklung der Messe an sich – mit zum Beispiel neuen Segmenten, die vor allem für den Konsumenten heute schon längst Outdoor sind, wie Urban Outdoor, Trailrunning und Wassersport. Mit neuen, digitalen Services wollen wir der Branche vor allem ein ganzjähriges Angebot bieten. Hierfür steht das „by ISPO“. Die gesamte Outdoor-Branche kann zukünftig an dem ganzjährigen Ökosystem der ISPO partizipieren. Dieses besteht aus analogen und digitalen Produkten, mit denen wir unseren Kunden ganzjährig Zugang zur Branche und vor allem über unsere digitalen Kanäle auch zum Konsumenten bieten.

sportFACHHANDEL: Gibt es schon einen weiteren „Fahrplan“? Wann werden Aussteller, wann Fachhändler mit weiteren Infos rund um die neue „OutDoor by ISPO“ versorgt?

Markus Hefter: Am 27. Juni findet in München der Kick off statt, bei dem die neue OutDoor by ISPO für die Branche schon jetzt erlebbar wird. Das Event gibt einen Ausblick darauf, was ein Jahr später auf dem Gelände umgesetzt wird und stellt das Konzept im Detail vor. Darüber hinaus sind einige Marken vertreten wie Gore oder On Running, die ihre Vision von Outdoor präsentieren. Geplant sind zudem eine Podiumsdiskussion sowie eine Ausstellungsfläche, das Basecamp of Inspiration. Das Basecamp of Inspiration ist so konzipiert, dass die Teilnehmer mit einer Vision der neuen Plattform nach Hause gehen – wir zeigen, was die OutDoor by ISPO zu einer zukunftsorientierten, ganzjährigen Plattform macht.

sportFACHHANDEL: Manche Outdoor-Firmen haben Angst, im Rahmen einer Sommer-Messe an den Rand gedrängt zu werden. Was sagen Sie denen?

Markus Hefter: Outdoor ist und bleibt der Kern der neuen OutDoor by ISPO. Die Themenfelder, die um diesen Kern entstehen, werden maßgeblich vom Konsumenten entschieden und auf der neuen Plattform auch gezeigt. Wie zum Beispiel bereits oben genannt: Urban Outdoor, Trailrunning und Wassersport. Zukünftig wird es unter anderem Vorteile für die Outdoor-Firmen geben, die sich mit der ISPO Munich und der OutDoor by ISPO überschneiden. Für alle Teilnehmer bietet sich die Chance, der Plattform eine größere Internationalität zu verleihen, die der Standort München mit sich bringt. Zudem bietet die sehr gute Infrastruktur schnellere Anbindungen, kürzere Wege und damit vor allem Zeitersparnis.

sportFACHHANDEL: Wie wollen Sie den Zusammenhalt der Branche wiederbeleben, der ja doch etwas gelitten hat zuletzt?

Markus Hefter: Unser gemeinsames Ziel mit der European Outdoor Group (EOG) ist es, die Branche zusammenzuhalten und ihr die richtige Plattform für eine zunehmend digitale Zukunft zu bieten. Mit dem Kick-off am 27. Juni wollen wir gemeinsam mit der Branche in eine neue Ära starten und zusammen ein neues Outdoor gestalten. Dazu setzen wir auf Dialog und Austausch. Zum Beispiel haben wir ein Advisory Board gegründet, das sich aus Vertretern der EOG, internationaler Outdoor-Marken und Händler zusammensetzt. Dieses Board tauscht sich zukünftig regelmäßig aus und entwickelt mit uns die OutDoor by ISPO weiter.

sportFACHHANDEL: Mit wie vielen Firmen, die jetzt hier gerade in Friedrichshafen ausstellen, rechnen Sie auch in München?

Markus Hefter: Aktuell entspricht die Größenordnung der OutDoor rund sechs bis sieben Messehallen des Münchner Messegeländes. Damit gehen wir in die Planung, wobei zukünftiges Wachstum – gerade im Hinblick auf die inhaltliche Weiterentwicklung – am Standort München aufgrund der Kapazitäten möglich ist.

Andreas Mayer

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Autor: Andreas Mayer

Chefredakteur