Freitag | 24. November 2017  |  12:41 Uhr

Marktzahlen Winter machen Mut

Pisten und Händler in der Schweiz, in Österreich und natürlich auch in Deutschland stehen parat. Die Wintersaison ist im Alpenraum eröffnet. Der Fachhandel setzt in allen drei Nationen zur Aufholjagd an.

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Text: Nicolas Kellner

Im letzten Winter ging die Saison erst richtig los im Januar. In diesem Jahr geben die Skiregionen schon früher Gas. Als erstes Vorarlberger Skigebiet beispielsweise startete soeben die Silvretta Montafon (genau am 11. 11. 2017) in die Wintersaison 2017/2018. In Betrieb gingen die Bahnen Zamang und Panorama, die bis 30. 11. jede Woche von Freitag bis Sonntag geöffnet haben, danach durchgehend. Offizielles Saison-Opening ist am 2. 12., erzählt Peter Marko, Geschäftsführer der Silvretta Montafon GmbH, im Gespräch mit sportFACHHANDEL. Seit zwei Wochen sorge Neuschnee für ideale Verhältnisse, das Angebot von Gastronomie und Hotellerie wurde in diesem Jahr noch einmal ausgebaut. Vor allem aber auf insgesamt 17 Sporthändler (2016: 16 Händler), die mit dem Skigebiet verbunden sind, ist der Wintersportmanager besonders stolz. Fast alle sind dem Einkaufsverband Intersport angeschlossen. Das belebt die Branche sowohl im Verleih-, aber auch im Kaufbusiness,weiß Marko. Viele Skifans kommen aus der Schweiz, verrät Marko, aber auch aus Deutschland und natürlich aus dem Heimmarkt.

In der Schweiz und in Österreich hatten die beiden letzten Winter dem Wintersport sehr zugesetzt. Der späte Schnee, weitere Preisreduktionen und ein früher Start zum Ausverkauf ließen die Umsätze seinerzeit sinken. Nach Schätzung von Branchenkennern entfallen in der Eidegenossenschaft nur noch 30 Prozent der Sportartikelverkäufe auf Winterartikel. Während die Sommer-/Ganzjahres-Saison 2016 die Erwartungen der Branche erfüllt hatte, drückte der schwache Winterumsatz den Gesamtmarkt auf ein Minus von 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In Österreich verlief die Entwicklung 2016/2017 ähnlich. "Es kann nur besser werden", hoffen alpine Sporthändler daher jetzt. Nach Auskunft und Marktberechnungen der deutschen GfK-Kollegen, die sportFACHHANDEL vorliegen, wird es auch besser. Die Entwicklung für Ski- und Snowboardschuhe etwa für die Saison 2014/2015 und 2016/2017 macht durchaus Hoffnung. Der Trend ist zwar immer noch rückläufig, und zwar deutlicher bei Snowboardschuhen bei allerdings gleichzeitig steigender Preisentwicklung, sagt Tobias Nowak, neuer Leiter Fashion & Lifestyle bei der GfK/POS Measurement Germany. Dabei handelt es sich um Durchschnittspreise. Die Einbußen gelten sowohl mengen- als auch wertmäßig. Jedoch liest sich der Markteinbruch in Deutschland in der letzten Saison 2016/2017 nicht mehr so dramatisch wie im Jahr zuvor.

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© GfK / POS Meaaurement Germany
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