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Lockdown in Österreich: Schulterschluss der gesamten Branche

  • Andreas Mayer
  • Dienstag | 24. November 2020  |  09:26 Uhr
Industrie und Handel setzen sich erfolgreich für höhere Entschädigungsleistungen bei der Politik ein.
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Die österreichische Bundesregierung hat die in den letzten Tagen laut gewordenen Rufe der tausenden Familienunternehmen, deren Umsatz zu großen Teilen direkt vom Tourismus abhängig ist, gehört. Bis zuletzt wurde für die Sportartikelbranche nur ein Umsatzersatz von 20 Prozent kolportiert, was für zahlreiche Unternehmen existenzbedrohend gewesen wäre. In der nun veröffentlichten Verordnung des Bundesministeriums für Finanzen über die Gewährung eines Lockdown-Umsatzersatzes wird der Sportfachhandel mit 40 Prozent angeführt.

In den letzten Tagen hat die gesamte Sportartikelbranche in einem noch nie dagewesenen Schulterschluss über Unternehmens- und Branchengrenzen hinweg – INTERSPORT, SPORT2000, Bründl Sports und die österreichische Skiindustrie (Atomic, Fischer, Head und Blizzard) sind hier unter Federführung des VSSÖ vorangegangen – darauf aufmerksam gemacht, dass 6.500 Beschäftigte im Sportartikelhandel in Österreich direkt vom Wintertourismus abhängig sind und diese Unternehmen einen angemessenen Umsatzersatz zum wirtschaftlichen Überleben in den nächsten Monaten benötigen.

Österreichweit haben sich hunderte Händlerinnen und Händler an der Aktion beteiligt und die Botschaften auf allen ihnen zur Verfügung stehenden Kanälen mitgetragen. Und das mit Erfolg: Durch die gemeinsame Initiative werden dem österreichischen Sportfachhandel über 20 Millionen Euro mehr an Liquidität zur Verfügung gestellt als mit den ursprünglich geplanten 20 Prozent Umsatzersatz.

„Die Bundesregierung setzt mit dem 40 Prozent-Umsatzersatz einen ersten wichtigen Schritt zur Erhaltung der Diversität der österreichischen Sportartikelbranche, eine Spaltung wäre fatal gewesen. Dafür möchte ich mich im Namen aller Betroffener bedanken, die jetzt zumindest kurz aufatmen können, bedeutet dieses Ergebnis doch über 20 Millionen Euro mehr an Liquidität für den heimischen Sportfachhandel“, so Michael Nendwich, einer der Initiatoren des Schulterschlusses und Sprecher für den Sportfachhandel in der Wirtschaftskammer Österreich.

„Der österreichische Sportartikelhandel lebt von der qualifizierten, persönlichen Beratung in spezialisierten, familiengeführten Fachgeschäften. Für jene Betriebe in Tourismusgebieten, die etwa 70 Prozent ihres Jahresumsatzes in den kommenden vier Monaten erzielen, ist der Umsatzersatz lebensnotwendig. Wir schätzen es, dass die Rufe unserer Händler gehört wurden“, erklären Thorsten Schmitz (INTERSPORT) und Holger Schwarting (SPORT2000) gemeinsam.

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Autor: Andreas Mayer

Chefredakteur