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Leichtes Wachstum

  • Andreas Mayer
  • Freitag | 27. Juni 2014  |  10:43 Uhr
Running und Fitness im Trend.
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China-Syndrom: Seit letztem Jahr spielt die Intersport auch im Reich der Mitte mit. Bereits letzten Sommer wurden im Süden des Riesenreichs drei Shops eröffnet, in diesem sollen weitere folgen.

Text: Markus Huber

Zwar verbuchte Intersport International (IIC) im vergangenen Jahr mit 10,3 Mrd. Euro einen Rekordumsatz – der Zuwachs war aber gering. Dafür gibt es mehrere Faktoren. Einer davon ist in Österreich zu suchen.

Im Jahr 2012 kam das globale Netzwerk auf einen Außenumsatz von 10,2 Mrd. Euro. Damit war das Plus in 2013 nicht gerade üppig, aber flächenbereinigt ging die Gemeinschaft um vier Prozent nach vorne. Hier schlug insbesondere das Ausscheiden von Sport Eybl & Sports Experts als österreichischer Einkaufspartner zu Buche.

Gleichzeitig vollzog sich aber der Eintritt in zwei neue Märkte: Zunächst China, wo in der zweiten Jahreshälfte drei Läden geöffnet wurden. Im laufenden Jahr sollen acht weitere hinzukommen. Und auch für Australien wurde ein Partnerschaftsvertrag mit der dortigen Gruppe Independent Sports geschlossen. Die repräsentiert 40 Händler mit 70 Läden. Es wurden bereits 36 Verkaufsstellen auf Intersport umgelabelt. Besonders hervorgehoben wurde zudem auch die Entwicklung in Frankreich und Großbritannien, in deren jeweilige Hauptstädte, Paris und London, Flaggschiffe eröffnet wurden.

Im laufenden Jahr wird die Intersport nach Weißrussland und nach Marokko kommen. Das sind die Märkte 43 und 44 der Kooperation. In dem osteuropäischen Land tat man sich mit einem örtlichen Handelsunternehmen zusammen; in Marokko besorgt die Expansion die spanische Intersport in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern.

Nach Sortimenten machten den Rot-Blauen die Segmente Running und Fitness besonders Spaß. Weniger Teamsport, da sich das Jahr 2013 – frei von Großevents – mit dem Vorjahr der Fußball-Europameisterschaft messen musste. Wintersport war aufgrund der Witterungsbedingungen in verschiedenen Regionen der Welt schwierig.

Für das laufende Jahr 2014 rechnet die IIC-Führung mit einem Umsatzplus zwischen zwei und vier Prozent. Ein Thema wird hier die Tatsache sein, dass IIC als offizieller Partner der Fifa hinsichtlich Fan- und Event-Shops für die Fußball-WM auftritt.

Das neue Franchise-Modell für modische und funktionelle Sportschuhe The Athlete‘s Foot (TAF), das Ende 2012 zugekauft wurde, verbucht einen Außenumsatz (zusätzlich zu den reinen Intersport-Zahlen) in Höhe von 270 Mio. Euro für 2013. Ein Vergleich zum Vorjahr wurde nicht gegeben. Die Zahl der weltweiten Läden wurde um 29 auf 392 reduziert. Insgesamt ist TAF in 27 Ländern vertreten. Intersport bringt es auf 44 Staaten, in denen mehr als 5.400 Shops ihre Ware feilbieten. Die beiden Organisationen zusammengenommen (inklusive Überschneidungen) arbeiten in 66 Märkten.

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Autor: Andreas Mayer

Chefredakteur

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 12 / 2014