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Lauche & Maas stellt Antrag auf Insolvenzverfahren

  • Astrid Schlüchter
  • Montag | 12. März 2018  |  09:39 Uhr
Das Unternehmen mit Onlinehandel und drei Ladengeschäften in München und Ulm stellt Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.

„Wir haben die Weichen gestellt, damit der Verkauf und der Geschäftsbetrieb online und im Laden uneingeschränkt weitergehen können. Dazu gehört auch, mit Zustimmung der Agentur für Arbeit eine Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes zu ermöglichen. Die Löhne und Gehälter der 31 Mitarbeiter sind damit bis Ende April gesichert. Bis dahin wollen wir auch Gewissheit haben, ob es einen Investor gibt, der bereit ist den Geschäftsbetrieb dauerhaft fortzuführen“, so Dr. Max Liebig in einer ersten Einschätzung.

Lauche & Maas

© Lauche & Maas

Zu Lauche & Maas gehört auch die Marke „Därr“, deren Wüstenfuchs-Logo für alle Outdoor-Enthusiasten seit 1978 ein Begriff ist. In einer Zeit, in der „Outdoor“ in Deutschland noch ein Fremdwort war, starteten die Unternehmensgründer als Pioniere den Verkauf von Spezial-Ausrüstung und -Bekleidung für diesen Sektor. Der Laden in München-Pasing war so wohl der erste, reine „Outdoor-Laden“ in Deutschland überhaupt. Später kam noch ein weiteres Geschäft („Därr“) in München-Sendling sowie eine Dependance in Ulm dazu.

Frühzeitig stieg Lauche & Maas mit einem eigenen Beratungskatalog für Reiseausrüstung und Reisetipps auch in den Versandhandel ein, an den sich später der Internet-Handel anschloss. Der anfängliche Erfolg in diesem umkämpften Markt kehrte sich jedoch in den letzten Jahren um, sodass nun die Zahlungsunfähigkeit drohte.

Aktuell findet in den Ladengeschäften in der Alten Allee 28 in München-Pasing und in der Schertlinstraße 17 in München-Sendling anlässlich des 40-jährigen Bestehens von Lauche & Maas ein Sonderverkauf statt. Auch ausgefallene Artikel sind so derzeit mit hohen Nachlässen auf den regulären Verkaufspreis erhältlich.

„Lauche & Maas verfügt über einen gewachsenen, treuen Kundenstamm. Wenn es gelingt, diesen zu erhalten und gleichzeitig neue Potenziale im Internet zu erschließen, dann bestehen gute Chancen für eine Rettung des Betriebes und der Arbeitsplätze“, zeigte sich der vorläufige Insolvenzverwalter bei der Betriebsversammlung zuversichtlich.

Astrid Schlüchter

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Autor: Astrid Schlüchter

Redaktion Süd sportFACHHANDEL