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Kontinuität im Umbruch

  • Andreas Mayer
  • Freitag | 27. Juni 2014  |  10:47 Uhr
Bestätigung des Führungspersonals: Sport 2000 International setzte bei der Bestellung der neuen Führungsriege auf Kontinuität.
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Was für Sport 2000 zählt, ist die Entwicklung der Handelsmarke. Das geschieht zu allererst an der Verkaufsstelle – wie hier in Griechenland bei einem Shop in Thessaloniki vorbildlich vorgeführt

Text: Markus Huber

Beim jährlichen Meeting, dieses Mal im slowakischen Bratislava, konnten zufriedenstellende Zahlen vorgelegt werden, doch die Herausforderung ist unverändert: Die Gruppe muss zur europäischen Handelsmarke werden.

Die Vertreter der Sport 2000 International bestätigten in Bratislava Holger Schwarting, Geschäftsführer der österreichischen Sektion, als Vorsitzenden des Aufsichtsrats. Dasselbe gilt für Andreas Rudolf, Schwartings Stellvertreter und Geschäftsführer der Sport 2000 Deutschland.

Im letzten Jahr setzten die angeschlossen Händler mit 3.671 Verkaufspunkten in 25 Ländern circa 5,83 Mrd. Euro um. Vergleichszahlen zum Vorjahr will Wolfgang Schnellbügel, Geschäftsführer der Sport 2000 International, nicht zulassen, da sich das Kräftemessen mit 2012 schwierig gestaltet: Im Vergleich zu 2012 fielen die finnischen Partner von Sportia mit rund 50 Läden heraus.

Schon zuvor hatten sich weitere Partner wie Team Sportia (Schweden) und Base (Spanien) aus dem internationalen Verbund verabschiedet. Schnellbügel erläutert, dass es der internationalen Verbundgruppe „bestimmt nicht allein um den Warenumsatz“ ginge, sondern auch um die „Stärkung der Handelsmarke“. Dieses strategische Konzept wurde offenbar nicht von allen Partnern mitgetragen, die dann eben ihr eigenes Ding machen.

Österreichische Komplikationen möchte man wegen des Einstiegs von Sports Direct International (SDI) aus Großbritannien beim gestrauchelten Austria-Primus Sport Eybl & Sports Experts im vergangenen Sommer vermuten. SDI ist durchaus wichtiger Einkaufspartner der Sport 2000 International – und verzichtet konsequent auf ein Sport-2000-Branding in England, Österreich und woanders.

Laut Wolfgang Schnellbügel gebe es Verträge, die „den Vertrieb von Produkten außerhalb der lizenzierten Länder“ untersagen. Der Geschäftsführer höre allerdings aus Österreich, dass sich die Mitglieder des dortigen Verbands umso mehr um die dortige Zentrale scharen, je mehr derselbe Einkaufspartner aus Großbritannien nach Österreich drückt. Schnellbügel sagte aber gleichzeitig, dass es zu früh sei, um die effektive Praxis des Warenflusses zwischen England und Österreich seriös zu bewerten. Die internationale Organisation schaut sich das in Partnerschaft mit der Sport 2000 Österreich für den Moment aber sehr konzentriert an.

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Der Aufsichtsrat von Sport 2000 International: (v.l.n.r.) Geschäftsführer Wolfgang Schnellbügel, Andreas Rudolf (Stellvertretender Aufsichts-ratsvorsitzender), Guido Urbach, Marius Rovers, Hans-Peter Rasmussen, Heiner Olbrich, Commercial Director Dieter Schott und Aufsichts-ratsvorsitzender Holger Schwarting. (Nicht im Bild: Matthias Grevener und Jannick Morat)
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Autor: Andreas Mayer

Chefredakteur sportFACHHANDEL / Wanderlust / SkiMAGAZIN

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 12 / 2014