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ISPO live: Intersport im Minus, Entwicklung zur „Sportplattform“ geplant

  • Marcel Rotzoll
  • Sonntag | 03. Februar 2019  |  15:59 Uhr
Bei seinem ersten ISPO-Auftritt als Intersport-CEO muss Alexander von Preen einen Umsatzrückgang im Außenumsatz verkünden. Besonders deutlich fiel das Minus im Fünf-Länder-Verbund im Wintersport (- 10 Prozent) sowie bei Outdoor (- 3 Prozent) aus.

„Die Entwicklung der vergangenen Monate zeigt, wie herausfordernd die Situation für unsere Händler am Markt gerade ist. Während Baden/Wassersport sowie Bike witterungsbedingt zulegen konnten, haben wichtige Erlebnisbereiche wie Outdoor und Wintersport deutlich verloren“, erklärt Alexander von Preen, seit vergangenem November in Amt und Würden, auf seiner ersten ISPO als Intersport-CEO. Innerhalb des nunmehr als Fünf-Länder-Verbund bezeichneten Intersport-Märkte Deutschland, Österreich, Ungarn, Slowakei und Tschechien, Polen findet keine Erwähnung mehr, hat die Intersport einen Rückgang der Außenumsätze von 1 Prozent zu verzeichnen. Während die Genossen in Österreich wieder deutlich zulegen können (+ 8 Prozent) und die Slowakei pari abschloss, liegen alle anderen Länder teils deutlich im Minus. So verzeichnet Deutschland als größter und wichtigster Markt einen Umsatzrückgang von 3 Prozent, Ungarn ein Minus von 1 Prozent und Tschechien ein Minus von 7 Prozent. Insgesamt konnte das Januar-Minus, das über alle fünf Länder hinweg bei 15 Prozent lag, im Jahresverlauf bedingt unter anderem durch den langen und heißen Sommer nicht mehr aufgeholt werden.

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CEO Alexander von Preen, Michael Steinhauser und Vorstand "Intersport" Mathias Boenke (vlnr.) bei der traditionellen ISPO-PK
© Sfh

Als Ziel für die Zukunft wurde ausgegeben, zur „größten Sportplattform in Europa“ zu werden. Man wolle sich dazu als „Brand Builder“ positionieren und „Kooperationen mit starken Partnern knüpfen“. Dafür solle das Serviceangebot für die Händler ausgebaut werden und wolle das bestehende „starke Netzwerk“ mit über 1.100 Händlern und mehr als 1.800 Anschlusshäusern im Fünf-Länder-Verbund „in Zukunft noch intelligenter miteinander verbinden, um an jedem Kontaktpunkt zum Sport genau das richtige Angebot für unsere Kunden zu haben“. Langfristig, so Alexander von Preen, sehe man dabei einen Umsatzanteil von 60 Prozent in den stationären Geschäften und 40 Prozent online.

Marcel Rotzoll

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Autor: Marcel Rotzoll

Stellv. Chefredakteur sportFACHHANDEL