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Intersport Generalversammlung: Keine Palastrevolution

  • Marcel Rotzoll
  • Dienstag | 12. März 2019  |  12:06 Uhr
Zwar gab es lebhafte Diskussionen, doch blieb eine Überraschung aus. Auf der Generalversammlung der Intersport wurden die zur Wahl stehenden Aufsichtsräte im Amt bestätigt und der jetzige Vorstand entlastet. Nur Ex-Vorstand Kim Roether wurde die Entlastung verweigert.
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Die Palastrevolution blieb aus: Die in der Zentrale versammelte Generalversammlung der Intersport diskutierte zwar hitzig, sprach den jetzigen Entscheidern aber ihr Vertrauen aus.
© Intersport

Die Generalversammlung der Intersport versprach zu einem Showdown zwischen Führungsriege und Genossen zu werden. Im Vorfeld war zu hören, dass die Stimmung unter den Genossen angespannt, teils sogar gereizt sei, und die Arbeit von Vorstand und Aufsichtsrat äußerst kritisch hinterfragt werden würde. Gemunkelt wurde gar, dass es zu einer kleinen Palastrevolution im Aufsichtsrat kommen könnte. Zu viel war im vergangenen Jahr vorgefallen, als dass die Mitglieder ein Weiter-So akzeptieren würden, so die Meinung von Insidern. Das Führungschaos des vergangenen Jahres mit dem Abgang von CEO Kim Roether, die nach wie vor dramatische Entwicklung von Intersport Voswinkel sowie der wiederholte Strategiewechsel ließen vermuten, dass es bei der Generalversammlung der Intersport hoch her gehen würde.

Immerhin stand nicht nur die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat auf der Tagesordnung, sondern auch die turnusgemäße Wiederwahl von Aufsichtsratschef Knud Hansen sowie den Aufsichtsräten Oliver Krumholz und Harald L. Schedl. Zwar ist zu hören, dass teils hitzig diskutiert wurde, eine Palastrevolution jedoch blieb aus.

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Hat ein bewegtes Jahr hinter sich: Als Aufsichtsratschef entwickelt sich das Mandat von Knud Hansen im vergangenen Jahr nahezu zu einem Fulltime-Job. Zur anstehenden Wiederwahl konnte er abermals die Genossen mehrheitlich auf seine Seite ziehen.
© Intersport

Die im Vorfeld angekündigte neue Intersport-Strategie wurde den Intersportlern bereits am Sonntag präsentiert. Offenbar zeigte auch das Wirkung. Denn die in Heilbronn anwesenden Genossen entlasteten gestern die Vorstandsriege um Alexander von Preen, verweigerten aber Ex-CEO Kim Roether die Entlastung. Für Roether bedeutet das in erster Linie einen Reputationsschaden, weil die Genossen so deutlich machten, dass sie mit seiner Arbeit nicht zufrieden waren. Im Aufsichtsrat bleibt zudem alles beim Alten. Trotz eines von Mitgliederseite aufgestellten Gegenkandidaten wurden Knud Hansen, Oliver Krumholz und Harald L. Schedl wiedergewählt.

Marcel Rotzoll

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Autor: Marcel Rotzoll

Stellv. Chefredakteur sportFACHHANDEL