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Intersport: Entlastung der Führung nach Einigung mit Jost

  • Markus Huber
  • Mittwoch | 18. März 2015  |  08:30 Uhr
Die Heilbronner versuchen, zur Tagesordnung zurückzukehren. Die Generalversammlung der Mitglieder am Montag hat den Aufsichtsrat im Amt bestätigt. Dies gelang auch dadurch, dass man sich am Ende mit dem früheren Vorstand Klaus Jost einvernehmlich einigen konnte.
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Im Amt bestätigt nach aufregenden Monaten: Knud Hansen, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Intersport und Händler aus Kiel.

Nach unseren Informationen verlief die Vollversammlung unaufgeregt: Die zur Wiederwahl für den Aufsichtsrat anstehenden Kandidaten Werner Holzmayer (Köln), Martin Kupfer (Schweinfurt) und Marc Michel (Bad Homburg) wurden in ihren Funktionen bestätigt und dürfen diese für drei Jahre weiter ausüben.

Das Kontrollgremium selbst organisierte sich nach dem bereits bekannten Muster: Knud Hansen aus Kiel wurde erneut zum AR-Vorsitzenden gewählt, Stefan Thurner aus Flensburg bleibt sein Stellvertreter.

Kim Roether, seit Oktober Vorstands-Vorsitzender der Intersport Deutschland, präsentierte bei der Gelegenheit das neue Konzept der Führung, das im Wesentlichen auf eine verstärkte Multichannel-Strategie hinausläuft.

Roether wünscht sich von den Mitgliedern einen Perspektiven-Wechsel in Richtung Einzelhandel, der sich nicht nur stationär, sondern auch im Versand abspielt. Demnach würden bereits 50 Prozent aller Kaufentscheidungen im Internet vorbereitet. Der Fünfjahres-Plan der Gruppe sieht vor, dass sich der Handel auf den Kunden und dessen veränderten Konsum-Gewohnheiten neu ausrichten sollte.

Aufsichtsrat und Vorstand der Genossenschaft wurden für das letzte Geschäftsjahr entlastet. Dies geschah auch in Verbindung mit der Einigung zwischen AR und dem langjährigen Vorstand Klaus Jost, der seit Anfang November 2014 nicht mehr operativ war. Jost war mit der Neu-Organisation der Führungs-Struktur uneinverstanden.

Jost und der Aufsichtsrat hatten sicherlich noch eine kleine Diskussion, wie das Ausscheiden des früheren Top-Managers der Gruppe zu gestalten ist. Josts Trumpf im Ärmel war wohl diese Generalversammlung, die eben auch die Entlastung der Gremien vorsah. Eine Nicht-Entlastung hätte Probleme bereitet.

Im Gespräch mit uns wollte sich Jost nur in soweit äußern, als er bestätigte, dass die Einigung einvernehmlich war, aber das bedeutet auch Stillschweigen über Details. Er sagte diesem Medium allerdings, dass es wichtig sei, dass es mit der Händlergemeinschaft erfolgreich wie bisher weitergehe und dass daher eine gute Lösung im Interesse aller Beteiligten hermusste. mh

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Autor: Markus Huber