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Intersport Deutschland schmiedet Pläne für die Zukunft

  • Andreas Mayer
  • Mittwoch | 09. Dezember 2015  |  14:49 Uhr
Mit etwa zwei Prozent Wachstum bewegt sich Intersport Deutschland auf das Jahresende 2015 zu. Für 2016 hat sich die Heilbronner Zentrale bereits jetzt einiges vorgenommen.
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Kurz vor Weihnachten informierte der Intersport-Vorstand in entspannter Atmosphäre ausgewählte Fachjournalisten über seine Zukunftspläne.
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Mit einem vorläufigen Plus in Höhe von rund zwei Prozent geht Intersport Deutschland in die letzten verbleibenden Wochen des Jahres. Sollte sich an den augenblicklichen Wetterbedingungen nicht mehr viel ändern, pendele sich um die Schwarze Zwei auch das Jahresergebnis 2015 ein, so der Vostandsvorsitzende Kim Roether am Montag Abend auf einem Fachpresse-Dinner.

Einem satten Minus im Teamsportbereich (-20 Prozent), dass auf den WM-Effekt zurückzuführen sei, stünden Zuwächse im Fitness- (ca. +6 Prozent), Bademoden- (ca. +8 Prozent) sowie insbesondere im Fun-Wheel-Bereich (z.B. Longboards) in Höhe von ca. 15 Prozent gegenüber. Die aktuellen EM-Trikots von Adidas verkauften sich bisher um etwa 20-30% schlechter als das WM-Trikot von 2014. Man hoffe aber noch auf ein anziehendes Weihnachtsgeschäft und dann natürlich auf das eigentliche EM-Jahr 2016.

„Momentan rückt der Sport vor den Ereignissen von Paris etwas in den Hintergrund“, so Roether. Und angesprochen auf mögliche Einschränkungen bei Fan-Festen oder Verkäufen in den Stadien gibt er zu verstehen: „Wir verkaufen lieber 10.000 Trikots weniger als es passiert etwas.“

Als besonders erfreulich bezeichnete Roether die Entwicklung in Österreich. „Es herrscht eine positive Grundstimmung bei allen Händlern und wir haben viele tolle, neue Geschäfte eröffnet“. Auch der so genannte „Eybl-Effekt“ arbeite für Intersport. „Wir haben eine große Anzahl an Eybl-Kunden zu unseren Kunden machen können.“ Dies seien nicht nur viele, sondern ganz wichtige Kunden, da sie Service und Qualität bevorzugen.

Intersport Österreich bewegt sich insgesamt auf ein Plus in Höhe von 10 Prozent zu, das sich etwa gleich zwischen den Stadtgeschäften (+12%) und Intersport Rent (+8%) verteilt.

In entspannter Atmosphäre wurde auch auch das Thema Own Retail diskutiert: „Wir beobachten eine Renaissance von Eigenmarken“, so Roether. „Insbesondere die kleineren Nahversorger vor Ort sind mit einem hohen Eigenmarkenanteil erfolgreich“. Im kommenden Jahr soll es deshalb eigene Themenwelten für die Eigenmarken geben. Das Ziel, bis zum Jahr 2020 20 Prozent Umsatzanteil an Eigenmarken zu erwirtschaften, bleibt bestehen (aktuell ca. 15 Prozent).

Der Online-Shop biete aktuell alle Möglichkeiten, die andere Shops auch bieten, so Roether weiter. „Er war ein guter erster Versuch“. Ein Konzept für die Zukunft sehe aber unter anderem eine stärkere Einbindung einzelner Mitgliederstores vor, beispielsweise im Rahmen einer Marktplatzlösung. Des weiteren stünden für 2016 die Ausgabe von Gutscheinkarten an, die in weiteren Schritten auch über Drittanbieter wie Tankstellen oder Supermärkte vertrieben werden könnten.

Neben Kim Roether waren auch Vorstandskollege Jochen Schnell sowie Hannes Rumer anwesend, der erst seit dem 1. Dezember 2015 seinen Dienst bei Intersport antrat. Die Umstrukturierung seien nun erfolgreich abgeschlossen, so Roether.

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Autor: Andreas Mayer

Chefredakteur