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Intersport-CEO Alexander von Preen: „Die Zentrale ist ein Dienstleister“

  • Marcel Rotzoll
  • Freitag | 31. Januar 2020  |  13:48 Uhr
Seit 15 Monaten steht Alexander von Preen als Vorstandsvorsitzender an der Spitze der Intersport. Seit März 2019 diskutiert die Zentrale die Ausgestaltung des „Best in Sports“-Konzepts mit den Mitgliedern. Die Reaktionen sind mitunter heftig. Mit einer Roadshow will man nun einen Schulterschluss herstellen. sportFACHHANDEL diskutiert mit dem Intersport-CEO über Stimmungen, Kritik und die Zukunftspläne.

Die Stimmung unter den Mitglieder: gereizt bis schlecht. Die Diskussion um das „Best in Sports“-Konzept, das zur kommenden Generalversammlung zur Abstimmung gestellt werden soll: hitzig. In dieser Gemengelage hat sich Intersport-CEO Alexander von Preen exklusiv den Fragen von sportFACHHANDEL gestellt.

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„Wir müssen reden!“ – sportFACHHANDEL traf Alexander von Preen im Vorfeld der ISPO zu einem exklusiven Gespräch.
© Intersport

Von Preen nimmt Stellung dazu, dass die Intersport Digital GmbH nach wie vor die Verlustzone nicht verlassen hat und ob es für das vergangenen Jahr eine Warenrückvergütung geben wird. Er erklärt, was aus Sicht der Intersport zukünftig eine „exklusive“ Marke sein wird.

Im Mittelpunkt des Gesprächs steht aber natürlich das „Best in Sports“-Konzept. Ziel sei es, „alle Händler erfolgreicher zu machen, um unsere Ziele gemeinsam zu erreichen“. Dazu müsse die Marke Intersport neu aufgeladen und positioniert werden: „Wir bieten unseren Händlern an, Umbaumaßnahmen mit uns gemeinsam anzugehen. Und wir legen einen besonderen Wert auf das Thema Personal auf der Fläche (...). Durch eine verbesserte Präsentation der Produkte und durch eine verbesserte Kundenwahrnehmung der Leistung unserer Mitglieder wollen wir die kaufmännische Entwicklung unserer Händler verbessern.“ Nach Vorstellung der konkreten Pläne seien nun die Genossen und Mitglieder „eingeladen, mit uns darüber zu diskutieren“. Auf der Roadshow, die seit Mitte Januar an verschiedenen Standorten stattfindet, sollen „die Anregungen und Hinweise unserer Inhaber“ berücksichtigt werden. Herzstück des Konzeptes sei dabei ein Leistungskatalog, der seit über einem Jahr erarbeitet wird. „Zu den Services, die die Zentrale erbringen kann und muss“, so Alexander von Preen, „gehören IT- und Digital-Themen, die Weiterentwicklung von Mitarbeitern, das Category Management, das Brand-Marketing. Dazu kann aber auch Buchhaltung gehören, wie es beispielsweise die Kollegen in Österreich erfolgreich praktizieren“.

Alexander von Preen will das Konzept „Best in Sports“ auf der Generalversammlung am 9. März zur Abstimmung zu stellen. Anders als im Vorjahr, als nur knapp 160 Genossen den Weg nach Heilbronn fanden, hofft er nun, „dass wir diese Zahl verdoppeln. Ich wünsche mir für das Konzept ‘Best in Sports’ eine qualifizierte Mehrheit“.

Das komplette Interview finden Sie hier.

Marcel Rotzoll

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Autor: Marcel Rotzoll

Stellv. Chefredakteur sportFACHHANDEL