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Genossen bleiben hart: Keine Satzungsänderung, kein Gemeinschaftsbeitrag

  • Andreas Mayer
  • Dienstag | 10. März 2020  |  17:07 Uhr
Bei der Intersport heißt es in Zukunft "Best in Sports". Und erstmals in der Geschichte der Intersport wurde eine Frau in den Aufsichtsrat gewählt. Dennoch musste CEO Alexander von Preen eine empfindliche Niederlage einstecken.
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Erstmals wurde mit Franziska Schölzel (37), Geschäftsführerin von INTERSPORT Hübner, eine Frau in den Aufsichtsrat der Verbundgruppe gewählt.
© Intersport Deutschland

Es sollte für die Einkaufsgenossenschaft der Aufbruch in die Zukunft sein: Seit Monaten wirbt der Vorstand rund um CEO Alexander von Preen für das neue "Best-in-Sports"-Konzept, das unter anderem einen neuen Gemeinschaftsbeitrag zur Finanzierung einer Digitalisierungsoffensive beinhaltet hätte. Bei der Generalversammlung am 9. März fand der Antrag für die dafür nötige Satzungsänderung allerdings keine ausreichende Mehrheit. Nötig wäre die Zustimmung von Drei Vierteln aller stimmberechtigten und anwesenden Mitglieder gewesen. Alternativen seien nun zu diskutieren, heißt es aus der Zentrale in Heilbronn.

Insgesamt haben sich die Mitglieder aber mehrheitlich für die Strategie „Best in Sports“ ausgesprochen. Mit einer konsequenten Ausrichtung auf einen attraktiven stationären Handel will die Zentrale in Heilbronn vor allem Dienstleister für ihre Händler sein. "Die Umsetzung von Best in Sports wird die Neuausrichtung und Positionierung der Intersport in den nächsten Jahren maßgeblich charakterisieren", heißt es aus der Heilbronner Zentrale. „Im Detail wird unser Weg der Veränderungen nicht immer eine vier-spurige Autobahn sein, mitunter auch einige Umgehungsstraßen für unsere Zielerreichung beinhalten, aber wir wissen unsere Mitglieder und Händler mehrheitlich hinter uns“, so Alexander von Preen.

Erstmals wurde mit Franziska Schölzel (37), Geschäftsführerin von Intersport Hübner, eine Frau in den Aufsichtsrat der Verbundgruppe gewählt. Sie nimmt den Platz von Udo Siebzehnrübl (59) ein, der sich nicht mehr zur Wahl stellte. Stefan Thurner (57) und Hansjörg Stähle (57) wurden erneut für drei Jahre in ihrem Amt bestätigt. Den Vorsitz führt weiterhin Knud Hansen (52).

Weitere Informationen zur Intersport-Generalversammlung in der nächsten Print-Ausgabe von sportFACHHANDEL (Ausgabe 6/2020) ab dem 25. März.

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Intersport-CEO Alexander von Preen konnte auf der Generalversammlung in Heilbronn die erforderliche Mehrheit der Händler nicht in allen Punkten überzeugen.
© Intersport

Andreas Mayer

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Autor: Andreas Mayer

Chefredakteur