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Exklusiv: Voswinkel verabschiedet sich vom Vollsortiment

  • Marcel Rotzoll
  • Dienstag | 13. August 2019  |  12:16 Uhr
Ende Juli hatte das Amtsgericht Dortmund den vorgelegten Sanierungsplan gebilligt und die Verfahrenseröffnung sowie die Fortführung des Unternehmens in Eigenverwaltung angeordnet. Die Zukunft sieht Voswinkel-Geschäftsführer Marcus Neul in nach Regionen und Kaufkraft differenzierten Sortimenten.
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"Einen soliden Kern vorgefunden": Der Ex-Karstadt-Sports-Manager Marcus Neul hat am 20. Mai die Geschäftsführung von Intersport Voswinkel übernommen.
© Intersport Voswinkel

Die Filialstruktur, die Marcus Neul, der am 20. Mai als Geschäftsführer zu Intersport Voswinkel gestoßen ist, vorgefunden habe, sei bisher zu unterschiedlich gewesen. Es gebe, so der Manager in einem Exklusiv-Interview mit sportFACHHANDEL, „kein einheitliches Format, weder bei den Fachmärkten noch bei den Center-Filialen“. Zur Bestandsaufnahme gehöre aber vor allem, dass Voswinkel nichtsdestotrotz über einen „sehr soliden Kern“ verfüge, auf dem man erfolgreich aufbauen könne.

Der Sanierungsplan sieht deshalb wie berichtet vor, dass sich Voswinkel von 21 Filialen bereits Ende Oktober trennt, von einer weiteren Ende März 2020 (siehe hier). Allerdings, das macht Marcus Neul auch deutlich, wolle man „alles Menschenmögliche versuchen, um eine Lösung“ für die zur Schließung vorgesehenen Filialen zu finden (mehr dazu hier).

Der Sanierungsplan sehe unter anderem vor, die Filialen an standortspezifischen Gegebenheiten neu auszurichten. Der Filialist will künftig je nach Region und Kaufkraft an einem Standort Sortimente aus dem mittleren oder dem gehobenen Segment führen. Man wolle in die Filialen investieren, um diese vor Ort zum jeweils „besten Anbieter“ zu machen. Man werde nicht länger ein klassischer Vollsortimenter sein. Im Sortiment habe man vielmehr „Profilierungsthemen“ festgelegt, „nämlich Fitness/Training, Running, Outdoor und Wintersport“. Zusätzlich soll jeder Standort regionale Zusatzsortimente führen. Neul stellt klar, dass Voswinkel sich zuerst als „Markenanbieter“ versteht. Die Eigenmarken der Intersport werde es weiterhin geben. Deren Anteil solle sich „auf Sicht zwischen 15 Prozent und 20 Prozent“ belaufen.

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Zukunftsfähig: Mit den verbleibenden 50 Standorten, hier im Elbe Einkaufszentrum Hamburg, sieht sich Voswinkel gut gerüstet, um erfolgreich in die Zukunft zu gehen.
© Intersport Voswinkel

Das vollständige Exklusiv-Interview mit Marcus Neul lesen Sie in der kommenden Ausgabe sportFACHHANDEL (SFH 12/19), die am 28. August erscheint.

Marcel Rotzoll

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Autor: Marcel Rotzoll

Stellv. Chefredakteur sportFACHHANDEL