• sportFACHHANDEL – Das Insider-Magazin mit News · Fakten · Hintergründen

Drittanbieter-Marktplatz

  • Andreas Mayer
  • Freitag | 27. Juni 2014  |  10:56 Uhr
Sport Scheck orientiert sich an Amazon.

Sport Scheck will eine Online-Plattform für Drittanbieter einrichten. Der Multichannel-Händler kündigt diese Neuerung im Zuge seiner SAP-Einführung an, die kürzlich über die Bühne gegangen war. „In Zukunft könnten wir mit SAP andere Lieferanten und Händler auf einer neuen Sport-Scheck-Plattform managen“, erklärt Geschäftsführer Guido Jaenisch, „so würden zum Beispiel spezialisierte Fachhändler künftig auf dieser Plattform Ware verkaufen, ähnlich wie sie es derzeit auf Amazon machen.“ Im Gegenzug könne sich Jaenisch „künftig durchaus vorstellen, hauseigene Exklusivmarken, wie zum Beispiel die gesamte OCK-Kollektion, auch in anderen Verkaufsstätten anzubieten“. Das Projekt liege „schon seit längerem in den Schubladen“, die Umsetzung solle im September 2014 beginnen. Losgehen könne es dann im zweiten Halbjahr 2015.

Sport Scheck öffne sich für Dritte, um den Kunden Zugriff auf ein breites Sortiment zu geben, das der Filialist in dieser Tiefe nicht führe. „Es geht uns darum, unser Sortiment mit strategischen Partnern zu erweitern, und nicht in einen Preiskampf einzusteigen“, betont Jaenisch. Ob ein Marktplatzmodell geplant ist, bei dem die Kunden sehen, dass sie bei externen Anbietern kaufen, oder eine Vertriebsplattform, bei der Sport Scheck Versand und Rechnungstellung übernimmt, sei noch nicht geklärt: „Beide Themen werden möglich sein und wir werden prüfen, an welcher Stelle das jeweilige Modell Sinn macht.“ Auch die genauen Konditionen für die Händler stehen noch nicht fest.

linkedin
Mayer

Autor: Andreas Mayer

Chefredakteur

Weitere Artikel …

… mit den in diesem Artikel genannten Firmen und Personen liegen derzeit nicht vor.

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 12 / 2014