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Der Shutdown: Erste Reaktionen und Hilfsangebote von Lieferanten

  • Andreas Mayer
  • Donnerstag | 23. April 2020  |  13:17 Uhr
Update 23. April 2020: Gregory, ORTLIEB, ASICS, Rab, Lowe Alpine, VAUDE, Klean Kanteen, Dynafit, La Sportiva, Ortovox, Saucony, Mountain Equipment, Klättermusen, CRAFT, Brooks, Uvex, Grüezi bag, Equip Outdoor Technologies, Pricon GmbH, JAKO, Deuter, Löffler, Schöffel
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Läden zu, Lager voll: Und nun? Der Sportfachhandel ist dringend auf Hilfe angewiesen. sportFACHHANDEL konnte die folgenden Versprechen seitens der Lieferanten einholen:

Stand: 23. April 2020

Gregory

Rucksackspezialist Gregory ändert aufgrund der Corona-Pandemie den Fahrplan für die nächsten beiden Saisons. Bereits zur Saison Herbst/Winter 2020 beginnt die Marke damit, die Kollektion zu straffen. So sollen zur Sommersaison 2021 rund 80% der diesjährigen Kollektion weiterhin aktuell sein. Ziel ist es, den Wert der Produkte stabil zu halten und in Kooperation mit dem Handel mehr Zeit für den Abverkauf zu normalen Preisen zu schaffen.

Zum Winter nimmt der Rucksackspezialist aus Salt Lake City die bereits angekündigten Neuheiten Detour und Supply Duffle aus dem Sortiment. Gleichzeitig werden die Lebenszyklen einiger Produkte verlängert, die eigentlich zum 31. Juli 2020 auslaufen sollten, um den Lagerdruck im Handel zu verringern.

Zur Saison Frühjahr/Sommer 2021 wird dann die Anzahl der Kollektionen und Modelle stark gestrafft. Zudem führt Gregory viele der heute aktuellen Rucksäcke und Farbvarianten als Durchläufer weiter. Es werde dennoch die eine oder andere Neuheit geben, erklärt Lars Föll, General Manager Europe von Gregory: "Das ist natürlich auch wichtig. Allerdings werden wir uns dabei auf absolute Produktinnovationen und in den aktuellen Zeiten verstärkt gefragte Produktkategorien fokussieren."

In einem Schreiben an die Handelspartner der Marke bedankt sich Föll außerdem für die solidarische Zusammenarbeit in den letzten Wochen: „Ich möchte mich bei all unseren Partnern für die vielen konstruktiven Gespräche und den starken Zusammenhalt in den vergangenen Wochen bedanken. Solidarität und verständnisvolle Kooperationen werden uns allen helfen, diese Krise zu meistern."

ORTLIEB

Im Zuge des Relaunches der Website hat ORTLIEB bereits 2018 Endkunden die Möglichkeit gegeben, auf der Webseite von ORTLIEB nicht nur Bestellung zur Abholung im Laden zu tätigen, sondern sich diese auch direkt nach Hause senden zu lassen. Während ORTLIEB die Versendung im Namen des Händlers übernimmt, erfolgt die Zahlungsabwicklung über einen Dienstleister direkt zwischen ausgewähltem Fachhändler und Endverbraucher, sprich zu 100% über den Fachhandel.

So natürlich auch in Krisenzeiten, in denen die Website noch stärker als vorher genutzt wird, verspricht das Unternehmen. Sales Director Martin Esslinger dazu: „"ORTLIEB steht nicht nur in Krisenzeiten zu 100% zum Fachhandel und diesem damit als verlässlicher Partner zur Seite. Wir generieren durch die Bestellungen in unserem Webshop grundsätzlich Umsatz für den lokalen Handel, der dabei direkt von der Strahlkraft unserer Markenpräsenz profitiert. Der Fachhändler erhält seine reguläre Marge, so als wenn der Endkunde direkt bei ihm im Laden kauft. Im Gegenzug ist der Fachhändler ein wichtiges Bindeglied in der Erfüllung unseres Markenversprechens durch Beratung und Abwicklung von Reparaturen vor Ort. Dies ist gerade in der aktuellen Situation nicht nur für den stationären Handel in Deutschland natürlich noch relevanter, daher weiten wir die Funktion gerade auch auf andere Länder aus, wie erst kürzlich in der Schweiz geschehen.“"

ASICS

ASICS hat bereits seit dem 18.3. einen allgemeinen Lieferstopp beschlossen. Sollten allerdings Lieferungen gewünscht sein, ist dies auf Anfrage möglich. Ihr ASICS Sales-Ansprechpartner wird sich in Kürze mit Ihnen in Verbindung setzen, um für die aktuellen Bestellungen SS20 und Order AW20 Lösungen zu erarbeiten und Sie zu unterstützen.

Obwohl die Produktion durch COVID-19 kaum beeinträchtigt sei, passt ASICS die Launches der Kollektionen AW20 und SS21 an, damit mehr Zeit für den Abverkauf der aktuellen Kollektion gewonnen werden kann. Ausführliche Details zu den Verschiebungen erhalten Sie persönlich von Ihren ASICS Betreuern.

Da die Lager weiterhin voll funktionsfähig bleiben, können Nachbestellungen weiterhin innerhalb von 24 Stunden geliefert werden.

Die ASICS Brand Trainer unterstützen mit virtuellen Produktschulungen und Webinaren. Anmeldungen nimmt die Agentur Rheinsport unter (asics@rheinsport.de) mit einem Wunschtermin entgegen. Danach wird sich der ASICS-Brand Trainer mit Ihnen in Verbindung setzen und die Themen sowie den genauen Zeitpunkt festlegen.

Die Website ASICS ACADEMY unter ASICS-academy.eu bietet einen kompletten Überblick über alle ASICS Produkte und Technologien. Auch die Kampagnen-Toolkits zum Noosa Tri12, Evoride, Retro Tokyo, Novablast und #UntiedYetUnited sind zum Download erhältlich.

Für besondere Aktionen in der Krise bietet ASICS zum Beispiel die ASICS FrontRunner an, um von ihren Social Media Accounts zu posten und eine größere Zielgruppe zu erreichen. Schicken Sie hierzu eine Anfrage an alexandra.hochmuth@asics.com

Equip Outdoor Technologies

Rab und Lowe Alpine unterstützen vor dem Hintergrund der massiven Folgen der Corona-Krise den stationären Handel mit einer Verkaufsaktion auf den eigenen Websites. Ab sofort gehen 25% des Warenwerts eines Einkaufs, der über die Website von Rab getätigt wird, an einen von einer Schließung betroffenen und vom Kunden ausgewählten Fachhändler. Für Lowe Alpine steht dieser Service ab dem 16. April zur Verfügung. Die Ware wird direkt von Equip an den Kunden geliefert, dieser erhält zudem 5% Rabatt auf seinen Einkauf. Details zum Ablauf der Aktion finden Sie hier.

Bereits am 20. März hatte Sales Director Andy Schimeck einen detaillierten "Risk Management Action Plan" angekündigt. Darin hatte Equip unter anderem erklärt, in der laufenden Frühjahrs-/Sommer-Saison keine Ware mehr an den Fachhandel auszuliefern, sofern dies nicht ausdrücklich vom Händler gewünscht wird. Zudem können Händler bis zu 50% ihrer FS20 Order retournieren und dafür eine Gutschrift erhalten. Dies soll das Order- und Bestandsmanagement der Fachhandelspartner unterstützen.

Für Frühjahr/Sommer 2021 wird Equip zudem eine deutlich geringere Anzahl an Neuheiten auf den Markt bringen als geplant und die saisonalen Orderdeadlines werden verlängert. Durch die reduzierte Anzahl wird der Lebenszyklus der bestehenden Kollektion verlängert, sodass dafür keine Auslauf-Maßnahmen nötig sind und die entsprechenden Margen gewahrt werden können.

VAUDE

VAUDE möchte sich auch in dieser schwierigen Zeit als guter Partner für den Fachhandel beweisen und engagiert sich für eine schnelle und unkomplizierte Unterstützung. „Gemeinsam können wir diese schwere Phase durchstehen“, so Markus Schelkle, Leiter Vertrieb Mountain Sports Deutschland bei VAUDE. Im ersten Schritt hat VAUDE bereits seit Mitte März die Lieferungen in Absprache mit den Fachhandelspartnern sukzessive gestoppt und Liefertermine individuell angepasst. Seit 1. April liefert VAUDE portofrei an die Handelspartner in Deutschland und den Nachbarländern, um gerade auch kleine Bestellungen zu erleichtern.

Auf der Homepage hat VAUDE eine neue Landingpage lanciert, über die Fachhändler ihren Kunden trotz geschlossener Läden einen lokalen Lieferservice anbieten und darauf aufmerksam machen können. Auf diese Weise nutzt VAUDE die stark frequentierte Homepage, um Endverbraucher mit stationären Fachhändlern zu vernetzen. Auf einer Landkarte sind alle teilnehmenden Händler schnell zu finden. Der Kunde kann direkt in der Karte sehen, welchen Service ein Händler in seiner Nähe anbietet. So kann er seinen lokalen Händler kontaktieren und mit ihm die Verfügbarkeit des gewünschten Produktes sowie alle Details zur persönlichen Lieferung abstimmen, die auch kontaktlos erfolgen kann. Alternativ kann der Kunde auch nach wie vor sein Wunschprodukt im VAUDE Online-Shop aussuchen und über die Funktion „In Filiale verfügbar?“ herausfinden, ob der Artikel in seiner Umgebung vorrätig ist. Dann müsste der Kunde lediglich noch prüfen, ob der ausgewählte Händler derzeit auch eine Lieferung oder Abholmöglichkeit anbietet. VAUDE bewirbt die Landingpage regional über Social Media Aktivitäten, um die Händler gezielt zu unterstützen.

Um den Webshop zu stärken und eine Alternative zur fehlenden stationären Beratung im Fachhandel zu bieten, hat VAUDE einen Live-Chat eingeführt. Damit haben Kunden die Möglichkeit, sich mit einem Experten von VAUDE über bestimmte Produkte auszutauschen. Für Online-Bestellungen über den Webshop hat VAUDE den Mindestbetrag für kostenfreien Versand auf 30 Euro (von vormals 100 Euro) gesenkt. Mit diesen Maßnahmen möchte VAUDE den Webshop stärken und so die Umsatzpotenziale für die teilnehmenden Fachhändler erhöhen.

Die zentrale Logistik am Firmensitz ist in Betrieb, um Aufträge für Händler mit lokalem Lieferservice sowie Online-Bestellungen auszuführen. Auch der Reparaturservice läuft in vollem Umfang weiter. Der Innendienst ist ebenfalls erreichbar, dasselbe gilt für den Außendienst in allen Gebieten und für die Visual Merchandiser. „All diese Dienstleistungen für den Fachhandel halten wir aufrecht. Wir sind trotz aller Herausforderungen zuversichtlich, dass wir diese Krise gemeinsam mit unseren Händlern, Produzenten und Lieferanten partnerschaftlich meistern werden“, so Markus Schelkle.

Klean Kanteen

Klean Kanteen hat kurz vor Ostern eine Aktion ins Leben gerufen, um die lokalen Händler in der aktuell schwierigen Lage mit COVID-19 zu unterstützen. Der amerikanische Hersteller von nachhaltigen Alternativen zu Einwegprodukten will gemeinsam mit allen Kunden und Interessenten seinen Händlern unter die Arme greifen. Möglich soll dies ein eigens dafür eingerichteter Instagram-Kanal machen. Unter @SupportLocalKlean stellt Klean Kanteen die teilnehmenden Händler vor. Diese können sich und ihr aktuelles Sortiment präsentieren und bewerben. Damit soll vor allem den Händlern geholfen werden, die über keinen eigenen Online-Shop verfügen.

Laden Sie ein Bild von ihrem Laden bei Instagram hoch. Nutzen Sie dabei die Hashtags #supportlocalklean und #yeskleankanteen (dies ist wichtig, damit uns die Bilder erreichen und wir diese auch sofort verwenden dürfen). Nennen Sie in der Beschreibung des Beitrags folgende Dinge: Name (von ihnen und/oder ihres Ladens), Adresse des Geschäfts, Kontaktdaten, d.h. Internet-, Mailadresse und/oder Telefonnummer. Verwenden Sie in ihrem Beitrag gern auch ein Bild von ihrem aktuellen Bestand, damit Interessenten direkt ihre Wunschprodukte bei ihnen auswählen und sie kontaktieren können.

Dynafit

80 Prozent der aktuellen Sommerkollektion 2020 aus den Bereichen Apparel, Footwear und Equipment werden ins kommende Jahr übertragen. Mit diesem Schritt will Dynafit ein klares Zeichen setzen, um seinen Produkten einen angemessenen Wert zu geben und die Handelspartner in der komplizierten wirtschaftlichen Situation zu unterstützen. „Unsere Ware wird nicht alt. Das ist die klare Botschaft, die wir unseren Handelspartnern mit diesem Schritt senden“, erklärt Geschäftsführer Benedikt Böhm. „Wir wollen sicherstellen, dass unsere Partner die Möglichkeit haben, eine gute Marge generieren zu können. Daher haben wir uns dazu entschlossen, den Großteil der aktuellen Sommerkollektion auch in 2021 weiterzuführen. So müssen die Produkte nicht in den Sommer-Schlussverkauf, weil sie auch im nächsten Jahr noch aktuell sind und wir wirken der Lagerabwertung entgegen. Die aktuelle Kollektion ergänzen wir um einige ausgewählte Produktneuheiten sowie neue Farbwege für bestehende Artikel in unseren beiden Segmenten Trail Running und Athletic Mountaineering. Damit haben wir auch im Sommer 21 trotz 80 Prozent Carry-Over ein frisches Gesamtbild."

La Sportiva

La Sportiva hat beschlossen, die Markteinführung von ca. 90 Prozent der Bekleidungskollektion 2021 sowie des Großteils der neuen Schuh-Kollektion zu verschieben.Zweck dieser Entscheidung ist, den Wert der Produkte der Kollektionen, die gerade bei den Unternehmen und in den Geschäften gelagert sind, zu erhalten. Ein „Slow-Fashion-Ansatz”, der die bereits ausgelieferten Produkte nicht entwertet und den Vertriebspartnern mehr Zeit gibt, sie in den nächsten Monaten zu vertreiben.

Die neue Bekleidungskollektion SS2021, die ab Mai im weltweiten Vertriebsnetz auf etwa 74 Märkten lanciert wird, wird also einen Großteil der aktuellen Kollektion SS2020 enthalten, ergänzt um einige zusätzliche Capsule-Produkte, die die bestehenden Produkte aber nicht ersetzen werden. Selbiges gilt für mehrere neue Projekte der Footwear-Kollektionen "Mountain Running" und "Climbing". Auch hier lautet das Ziel zu vermeiden, dass große Mengen an Produkten frühzeitig als überholt gelten.

ORTOVOX

Auch ORTOVOX möchte seine Fachhändler nicht hängen lassen. Deshalb hat das Team aus Taufkirchen eine Möglichkeit ausgearbeitet, wie der lokale Fachhandel konkret mit den eigenen digitalen Kanälen und über den ORTOVOX Online-Shop unterstützt werden kann. Ab Freitag, den 3. April, gehen 25% aller Umsätze im ORTOVOX Online Shop an die autorisierten Fachhandels-Partner, transparent und unbürokratisch. Dabei entscheidet jeder Kunde bei seinem Einkauf selbst, welchen Händler er unterstützen möchte: Jeder teilnehmende ORTOVOX Händler erhält einen individuellen Code, welchen der Kunde am Ende des Bestellprozesses im Online Shop eingibt. Als Dankeschön erhält jeder teilnehmende Kunde von ORTOVOX ein kleines Geschenk.

Saucony

Der amerikanische Laufschuhspezialist Saucony hat seine Vertriebs- und Marketingmaßnahmen an die aktuelle Lage angepasst und arbeitet täglich an neuen Möglichkeiten, um gemeinsam mit dem Handel diese schwere Zeit zu meistern. Im Vordergrund stehen hier die betriebswirtschaftlichen Themen, die den Handel unterstützen und entlasten. Daher wurden bereits individuelle Vereinbarungen bezüglich der wichtigen Themen, wie Liefertermin-Verschiebungen, Aussetzen von Lieferungen und Zahlungsziele vereinbart. Zudem steht das Sales Team im engen persönlichen Kontakt mit dem Händler, um Hilfestellung in den verschiedenen Bereichen zu leisten und zusätzlichen Service zu bieten.

Auch der Schulungsbereich wurde der aktuellen Situation angepasst. Statt vor Ort auf die neusten Technologien und Modelle zu schulen, setzt Saucony auf digitale Technologien. So wird mit Intensität an der Fertigstellung einer digitalen Schulungsplattform gearbeitet.

Unter dem Motto „Support Your Local Dealer“ unterstützt Saucony den lokalen Einzelhandel vor Ort. Mit dieser Kampagne ruft der Händler seine Läufer-Community auf, lokal einzukaufen. Hierzu wird regelmäßig passendes Bild- und Videomaterial zur Verfügung gestellt, welches der Händler direkt und unkompliziert über seine Sozialen Medien einsetzen kann. Um eine größtmögliche Reichweite zu erreichen, werden die Inhalte auf den Kanälen von Saucony geteilt. Zudem steht dem Handel eine große Datenbank an Bildermaterial zur Verfügung, um Online aktiv zu sein.„Wir bieten dem Handel mit dieser Aktion auf einfache und unkomplizierte Weise den bestmöglichen Service. Der Fachhandel erlebt aktuell ein Umdenken in die digitale Welt im Eiltempo. Social Media und andere digitale Möglichkeiten sind gerade jetzt wichtiger denn je, um die lokale Community auf sich aufmerksam zu machen. Gemeinsam setzen wir so ein starkes Zeichen für Solidarität,” erklärt Florian Sievers, Marketing Manager Deutschland + Österreich.

Mountain Equipment

Der Bergsportausrüster Mountain Equipment unterstützt die in der Corona-Krise stark betroffenen stationären Sportfachhändler ohne Onlineshop mit "Dropshipping": Endkunden finden neben dem vollen Produktsortiment auf der Website www.mountain-equipment.de auch eine Liste stationärer Händler, die keinen Onlineshop haben. Mit diesen Informationen können sie bei ihrem lokalen Händler per E-Mail oder Telefon bestellen. Hat dieser das gewünschte Produkt nicht auf Lager, reicht er die Bestellung an Mountain Equipment weiter. Mountain Equipment liefert die Ware dann direkt vom deutschen Lager an die Endkunden aus. Sie bekommen die Rechnung von ihrem Händler und können Retouren sowohl an den Händler als auch an Mountain Equipment schicken.

„Diese Krise betrifft uns alle, unsere Branche jedoch besonders hart. Daher versuchen wir unsere Partner, die Händler, so gut es geht zu unterstützen. Mit unserem Dropshipping Service kann der kleine stationäre Handel – und wir – zumindest ein wenig Umsatz generieren. Ich bin davon überzeugt, dass wir diese Krise gemeinsam durchstehen können“, so Thomas Strobl, Geschäftsführer der Outdoor & Sports Company (OSC), die die Marke Mountain Equipment in der EU vertreibt.

Händler können sich bei Fragen jederzeit an den OSC Customer Service wenden: info@mountain-equipment.de.

Klättermusen

Klättermusen wird jedem stationären Einzelhändler Gutscheine für seine Stammkunden zur Verfügung stellen, die der Kunde im Webshop der schwedischen Marke einlösen kann. Jeder Gutschein enthält einen 20% Rabatt auf alle Artikel. Eingelöste Gutscheine können zum jeweiligen Einzelhändler zurückverfolgt werden, der dann eine Provision von 20% in Höhe des getätigten Einkaufs von Klättermusen erhält.

An dieser Aktion können alle Händler teilnehmen, also auch nicht aktive Klättermusen Händler. Die einzige Voraussetzung sei, dass der Händler keinen eigenen großen Onlineshop betreibe. „Alles was der Händler machen muss, ist den Gutschein mit dem Code an seine Stammkunden zu versenden“, erklärt Patrick Kaulen, Head of Sales Europe bei Klättermusen. „Der Einzelhandel hat dadurch keinen Aufwand, wir bereiten alles vor. Auch den Newsletter und das Mailing“, so Kaulen weiter. Auch den Versand übernimmt die Marke. So ergebe sich in Kaulens Augen eine Win-Win-Win Situation. „Das ist die Art, in der die Outdoor Community zusammenhalten sollte“, bekräftigt er.

Händler, die sich dafür interessierten, könnten sich direkt bei Kaulen unter der Mailadresse patrick@klattermusen.se melden.

CRAFT

Funktions-Spezialist CRAFT unterstützt seine Partner ohne eigenen Online-Shop und verschickt auf Wunsch deren Bestellungen auch direkt an den Endverbraucher nach Hause. Die Rechnungsstellung wickelt der Händler dabei selbst ab. Auch ein Umtausch ist nach dem Ende der Ausgangsbeschränkung ausschließlich beim Händler vor Ort möglich. Weitere Informationen zum B2B-Webshop, zur Abwicklung der Bestellung sowie einen Zugang für www.craft-sportswear.de gibt es direkt beim Innendienst unter: Tel. +49 (0) 80 33 / 979 110 oder craft@newwave-germany.de

Brooks

Der Running-Spezialist bietet allen Händlern sogenanntes Dropshipping (Direktversand) an – eine Übergangslösung, an dem das Unternehmen aktuell auf Hochtouren arbeitet und was ab sofort manuell zur Verfügung steht. Daraus ergäben sich wertvolle Vorteile für den Händler, da der Umsatz zu 100% an den Händler selbst gehe, während Brooks die Versandkosten und die logistische Abwicklung übernimmt, so das Unternehmen. Weiterhin hat sich der Laufschuhhersteller dazu entschlossen, fast alle Produkt-Intros für Herbst/Winter 20 und Frühjahr/Sommer 21 nach hinten zu verschieben, um den Produktzyklus der aktuellen Modelle zu verlängern und den Händlern den Druck beim Abverkauf zu nehmen.

Um sich der jetzigen Situation auch im Schulungsbereich anzupassen, während Schulungen nicht regulär im Laden stattfinden können, hat Brooks allen Händlern eine virtuelle Schulungsplattform bereitgestellt. Im Brooks-Classroom stehen Schulungsmaterialien, Produktinfos und -videos zum Abrufen bereit, sowie Quiz-Aufgaben, um die Mitarbeiter von der Fläche aktiv zu involvieren. Möglichkeiten zu individuellen Schulungen per Live-Chat werden auch angeboten.

Uvex

„Die gemeinsame, gute und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Fachhandel ist und war schon immer ein zentraler Bestandteil der uvex Distributionsphilosophie. 
Dennoch erfordert die aktuelle Lage von uns allen neben Besonnenheit auch Solidarität und Flexibilität. Als traditionsreiches Familienunternehmen mit engen und persönlichen Beziehungen zu unseren Kunden, werden wir jedem einzelnen Fachhändler in schwierigen Zeiten partnerschaftlich zur Seite stehen. Deshalb bieten wir unseren Kunden im Fachhandel flexible Lösungen an, die einerseits die kurz- bis mittelfristige Entwicklung berücksichtigen, andererseits aber auch eine zukunftsorientierte Planung für beide Seiten ermöglicht." (Christophe Weissenberger, CEO Uvex Sports Group )

Grüezi bag

Wegen der Zwangs-Schließung des Einzelhandels und damit auch des Outdoorfachhandels aufgrund der Corona-Krise bietet der bayerische Schlafsack-Spezialist Grüezi bag seinen Händlern an, die bislang keinen Online-Shop haben, dass deren Kunden direkt bei Grüezi bag im Shop bestellen können. Dazu muss der Händler nur den Code, den Grüezi bag speziell für jeden einzelnen Händler angelegt, per mail, Newsletter, im Schaufenster oder in den sozialen Medien veröffentlichen. Der Händler bekommt nach erfolgreicher Bestellung sofort seine normale Provision gut geschrieben. Dem Kunden wird von Grüezi bag das Porto erlassen und er erhält zusätzlich ein Washbag im Wert von 24 Euro. Um das Ganze noch interessanter zu machen, hat Grüezi bag 11 verschiedene animierte posts vorbereitet, die der Händler veröffentlichen kann.

Equip Outdoor Technologies

"Vor dem Hintergrund der aktuellen Krise, die die massive globale Ausweitung von COVID-19 verursacht, und den Herausforderungen für die Outdoor-Industrie hat Equip Outdoor Technologies, Eigentümerin der Outdoor-Marken Rab und Lowe Alpine, einen Risk Management Action Plan erstellt. Noch ausstehende Ordern in der laufenden Frühjahr-/Sommersaison werden nicht ausgeliefert, sofern dies von den Kunden nicht explizit gewünscht wird. Dadurch möchte Equip angesichts der in vielen europäischen Ländern auf unbestimmte Zeit vorgeschriebenen Geschäftsschließungen es seinen Händlern ermöglichen, den Warenbestand in einem vertretbaren Umfang zu belassen. Zudem wird Equip Warenrücksendungen der laufenden Saison Frühjahr/Sommer 2020 akzeptieren und diese in Herbst-/Winter-Ordern 2020 austauschen. Händler können bis zu 50% des Warenwerts ihrer Frühjahr-/Sommer-Bestellung retournieren und dafür eine Gutschrift bekommen, die Frist dafür ist Ende August. Die Retouren können im Zeitraum 15.-30. September erfolgen." (Andy Schimeck, Director European Sales, Equip Outdoor Technologies)

Pricon GmbH

„Aktuell sind wir nicht direkt betroffen. Dies wird sich schlagartig ändern, sofern alle Geschäfte, bis auf Lebensmittelgeschäfte und Apotheken geschlossen werden. Wir sind in der Lage Bestellungen unserer Fachhändler von einem auf den anderen Tag zu erfüllen. Aber ohne Inlandsnachfrage und ohne die Möglichkeit etwas anzuliefern kommt unser Hauptgeschäft zum Erliegen. Es gibt derzeit keine Lieferengpässe. Wir halten direkt in Mainz ausreichend Produkte in unserem Lager vor. Wie bisher auch arbeiten wir ohne Vorordernotwendigkeit, d.h. unsere Partner brauchen keine Warenrisiko und dessen Vorfinanzierung eingehen. Unser Geschäft ist auf eine ständige Orderbarkeit der Produkte ausgelegt. Dazu kommt der Onlinesupport durch unsere Reserve & Collect-Plattform unter shop.triathlon.one. Zusätzliche Hilfen rund um die Zahlungsabwicklung, Warenrücknahme, Valuta klären wir individuell mit dem jeweiligen Partner.“ (Matthias Köste, Geschäftsführer, Pricon)

JAKO

„Wie immer waren wir auch in den letzten Tagen in engem Austausch mit unseren Jako Händlern und unserem Außendienst. Für unsere Händler stellen die politischen Vorgaben, bei aller Notwendigkeit, eine existenzielle Bedrohung dar. Um kurzfristig Abhilfe zu schaffen, haben wir daher folgende Maßnahmen beschlossen: Auch in schweren Zeiten bleibt für uns der Kontakt und die persönliche Nähe wichtig: Wir behalten den Kundenservice via Telefon und E-Mail im Innen- und Außendienst aufrecht und sind für unsere Kunden erreichbar. Wir verschieben in Absprache mit unseren Kunden die Vororderblöcke auf die Zeit nach der Krise und bewahren uns die Flexibilität, diese in ihrem Umfang an die neuen Bedingungen anzupassen. Wir unterstützen unsere verbandsfreien Kunden mit verlängerten Zahlungszielen. Die Retourenfrist für unsere Händler verlängern wir. Retouren sind bis zu vier Wochen nach Ende der durch Bund und Länder beschlossenen Ladenschließungen möglich. Das sind nur die ersten Unterstützungen, die wir unseren Partnern anbieten. Weitere werden sicher im Laufe der kommenden Wochen folgen. Wir alle können die Konsequenzen der aktuellen Entwicklung noch nicht abschätzen. Dennoch arbeiten wir aktiv an einem Plan für die Zeit nach der Krise. Wir sehen es als unsere Aufgabe, gemeinsam mit unseren Handelspartnern individuelle Lösungen für diese historische Herausforderung zu finden.“ (Tobias Röschl, Bereichsleiter Vertrieb, Jako)

Deuter

„Was die Liefersituation anbelangt, kommt es zu keinen Lieferengpässen seitens Deuter. Wir haben genügend Ware am Lager in Gersthofen und auch unsere Produktionsstätten in Asien haben Rohstoffe für die nächsten Monate vorrätig. In dieser schwierigen Zeit versuchen wir unseren Händler zur Seite zu stehen, um ihn bei seinen individuellen Sorgen und Wünschen mit guten Lösungen zu beraten und zu helfen. Wir werden gemeinsam Lösungen erarbeiten. Wir lassen unsere Händler auch in dieser schwierigen Zeit nicht im Stich.“ (Andreas Herrlinger, Verkaufsleiter National, Deuter)

Schöffel

„Schöffel führt seine Partnerschaften mit dem qualifizierten Fachhandel seit jeher vertrauensvoll, gemeinschaftlich und langfristig. Wir setzen auch in der aktuellen Situation auf diese wichtigen Grundwerte und entwickeln partnerschaftliche Lösungen, die Herausforderungen und Interessen auf beiden Seiten berücksichtigen. Die aktuelle Dynamik fordert uns einerseits flexibel und kurzfristig zu agieren, andererseits stets langfristig zu denken. Verschiedene Teams von Schöffel sichern aktuell eine durchgehende Kundenbetreuung, passen die Auslieferung an die Bedürfnisse unsere Handelspartner an und optimieren diese. Nach unserer Einschätzung wird sich im Handel der Abverkaufszeitraum strecken. Daher planen wir schon jetzt intensivierte Kommunikationsmaßnahmen, die aktiviert werden, sobald sich die aktuelle Situation wieder entspannt.“ (Stefan Merkt, Leitung Vertrieb, Schöffel)

Löffler

„Die gesamte Branche steht vor einer herausfordernden Zeit und wir versuchen im Moment als Unternehmen , die Situation zu meistern. Die aktuelle Covid-19 Krise bringt uns alle – sowohl Produzenten als auch Händler- an wirtschaftliche Grenzen. Da es aktuell nicht absehbar ist, wie lange die Situation andauern wird, können wir zum jetzigen Zeitpunkt keine konkreten Versprechungen machen. Wir sind jedoch bemüht, unseren Kunden partnerschaftliche Lösungen sowie bestmögliche Unterstützung anzubieten.“ (Otto Leodolter, Geschäftsführer, Löffler)

Andreas Mayer

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Autor: Andreas Mayer

Chefredakteur