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Deloitte-Studie bestätigt Wachstum in der Fitnessbranche

  • Astrid Schlüchter
  • Mittwoch | 03. April 2019  |  11:10 Uhr
Laut einer aktuellen Studie von Deloitte ist der deutsche Fitnessmarkt weiter auf Wachstumskurs – mit Luft nach oben...

Auch die 16. Auflage der Deloitte-Studie „Der deutsche Fitnessmarkt“ zeigt, dass die Branche stärker denn je aufgestellt ist. So verzeichneten die deutschen Fitnessstudios im vergangenen Jahr 11,09 Millionen Mitgliedschaften – ein Wachstum von 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Deloitte
Deloitte bestätigt in seiner neuen Studie, ein enormes Wachstum innerhalb der Fitnessbranche.
© Deloitte

Dabei stehen Discountanbieter, die Fitness der breiten Masse zugänglich machen, immer noch hoch im Kurs. Dies wird insbesondere durch das überproportionale Mitgliederwachstum von Discountanbietern bestätigt, die ihren Kunden Monatsverträge von 30 Euro oder weniger anbieten. So zeichneten alleine die vier mitgliederstärksten Discountanbieter – die McFit Global Group, FitX, Clever Fit und Easyfitness – mit 344.000 zusätzlichen Mitgliedschaften für den Großteil des gesamten Mitgliederwachstums von 480.000 im deutschen Fitnessmarkt verantwortlich.

Der Kunde will „Value-for-Money“: Durch die hohe Anzahl an Trainingsangeboten hat der Kunde heutzutage mehr Alternativen als jemals zuvor. Daher sollte dem Mitglied das begründete Gefühl vermittelt werden, für sein Geld einen fairen Gegenwert zu erhalten. Neben dem deutschen setzte auch der europäische Markt 2018 seinen Wachstumstrend fort. Dies geht aus der europaweiten Studie „European Health & Fitness Markt Report 2019“ hervor, die vom europäischen Fitnessverband EuropeActive und Deloitte vorgestellt wurde.

Auch umsatzseitig stellt der deutsche Fitnessmarkt vor dem Vereinigten Königreich (5,25 Milliarden Euro) den größten Ländermarkt Europas dar. Insgesamt wurde 2018 im europäischen Fitnessmarkt ein Gesamtumsatz von 27,2 Milliarden Euro erzielt. In Bezug auf die durchschnittlichen monatlichen Bruttomitgliedsbeiträge zahlen die Kunden in der Schweiz (64,20 Euro) mit Abstand am meisten, auch bedingt durch das generell hohe Preisniveau. Deutschland liegt hier nach den Eidgenossen, dem Vereinigten Königreich, Irland und Österreich auf Platz 5 in Europa.

Deloitte
Mit einer Penetrationsquote, also dem Verhältnis der Fitnessstudiomitgliedschaften zur Gesamtbevölkerung, von 13,4 Prozent liegt Deutschland in Europa nur im Mittelfeld und deutlich hinter Ländern wie Schweden (21,6%), Norwegen (21,4%) oder Dänemark (18,6%).
© Deloitte

Ein interessanter Trend stellen sogenannte Fitness-Aggregatoren, wie Urban Sports Club, Gympass oder qualitrain dar. Sie ermöglichen es Sporttreibenden, mit einer Flatrate aber ohne Mitgliedschaft bei einem bestimmten stationären Fitnessstudio eine Vielzahl von Einrichtungen zu nutzen. Ihre Angebote beschränken sich nicht nur auf Fitnessstudios und deren Kurse, sondern können beispielsweise auch Wellness-Anlagen, Tennisplätze oder Kletterhallen beinhalten. Die Anlage erhält pro Besuch eines Aggregatoren-Mitglieds einen Geldbetrag.

Astrid Schlüchter

Fitness First
Fitnessstudios können sich freuen, die Deutschen trainieren regelmäßig im Studio.
© Fitness First
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Autor: Astrid Schlüchter

Redaktion Süd sportFACHHANDEL