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Corona-Shutdown: „Ambivalente Auswirkungen“ bei Intersport

  • Andreas Mayer
  • Freitag | 15. Mai 2020  |  12:35 Uhr
Stark rückläufige Umsätze während des Shutdowns. Starke Umsätze zur Wiedereröffnung durch Running und Fitness sowie mehr Bedarfsorientierung und weniger Impulskäufe. Das sind die grundsätzlichen Ergebnisse einer von der Intersport durchgeführten Händler-Befragung.

Einer aktuellen Analyse der Verbundgruppe Intersport zufolge bestätigten sich die Erwartungen, die für die Monate März und April Umsatzrückgänge im hohen zweistelligen Bereich im Vergleich zum Vorjahr prognostiziert hatten. Der E-Commerce konnte im Vergleich zur Vorperiode zwar deutlich zulegen, aber die Umsatzeinbrüche im stationären Einzelhandel nicht auffangen. Auch nach dem Ende des Shutdowns blieben die Umsätze bei den Händlern sie unter Vorjahr und hinter Plan. Allerdings würden die Umsätze laut Befragung die Erwartungen leicht übertreffen.

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Umsatztreiber sind Running und Fitness und machen mittlerweile fast die Hälfte aller Umsätze aus. Die Analyse zeige, dass die Umsätze von Bike und Funwheel (u.a. Inline Skates, Longboards) von dem Shutdown überproportional profitieren, während alle Kategorien, die in der Shutdown-Phase nur eingeschränkt oder gar nicht ausgeübt werden durften, wie Teamsportarten oder auch Schwimmutensilien, deutliche Rückgänge zu verzeichnen hatten.

Zusätzlich befragte die Intersport in einem „Pulse Check“ 300 Sportartikelkäufer zu ihrem Sport- und Einkaufsverhalten in Zeiten der Corona-Pandemie. Dabei gaben 41 Prozent der Befragten – und damit fast jeder zweite – an, sie seien sportlich aktiver als vor dem Shutdown. Sport-Freizeit-Potenzial, so die Schlussfolgerung, sei also grundsätzlich gegeben und sorge auch für neuen Bedarf, „den Kunden grundsätzlich bereit sind zu decken“.

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Insgesamt scheine der Sporthandel „grundsätzlich weniger stark von Sparmaßnahmen der Konsumenten betroffen zu sein als andere Handelskategorien“. Jeder fünfte Befragte gebe aber an, seine Ausgaben für Sport bewusst zu reduzieren oder zumindest preissensibler agieren zu wollen. Dem gegenüber möchte jeder Zehnte sogar mehr für seine Sportartikel ausgeben als vor der Krise. Nahezu jeder zweite Befragte habe schließlich angegeben, dass er sich „aktuell unwohl in der Einkaufssituation fühle – trotz oder auch gerade wegen der getroffenen Schutzmaßnahmen in den Geschäften“.

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Andreas Mayer

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Autor: Andreas Mayer

Chefredakteur

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