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Corona: Schuhverbundgruppe SABU appelliert an Lieferanten

  • Marcel Rotzoll
  • Freitag | 20. März 2020  |  12:17 Uhr
In einem offenen Brief appelliert die SABU an die eigenen Lieferanten, in der Krise einheitlich und partnerschaftlich zu handeln.

Es sei nach dem Shutdown, so SABU-Geschäftsführer Stephan Krug, „weitestgehend sinnlos, bis zur Widereröffnung an die Händler Ware und Rechnungen zuzuschicken“. Man bitte deshalb alle Lieferanten „ab sofort bis Ende April keine weiteren Waren mehr an unsere SABU-Händler zu versenden und zu fakturieren“.

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SABU-Geschäftsführer Stephan Krug
© SABU

Zudem fordert der SABU die Lieferanten auf, den aktuellen Auslieferungsstatus der Frühjahr/Sommer 2020-Ware mitzuteilen, Rücksprache mit den einzelnen Anschlussfirmen zu halten, was hiervon und wann noch ausgeliefert werden soll, verbunden mit der Hoffnung auf Kulanz hinsichtlich von Stornierungen. Man wolle zudem wissen, ob Einzelfreigaben bzw. Lieferungen auf Händleranforderung während der Zeit der Schließung möglich sind und wie es mit der Order für Herbst/Winter 2020 weitergehe.

Nach „Beendigung des Shutdown“ solle alsdann die Auslieferung der Frühjahr/Sommer-Ware möglichst nach Freigabe durch die SABU-Händler mit einer Valutierung von 30 bis 60 Tagen erfolgen. Gleiches erhoffe man sich für die Auslieferung der Aufträge für Herbst/Winter 2020.

Stephan Krug resümiert: „Wir brauchen jetzt Ruhe und Besonnenheit, um uns und unsere angeschlossenen Händler wieder neu und professionell aufzustellen! Das Aussetzen der Lieferungen ist kurzfristig die wirkungsvollste Maßnahme zur Zukunftssicherung des stationären, mittelständischen Schuhfachhandels, um eine drohende Zahlungsunfähigkeit zu verhindern. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für ein partnerschaftliches und solidarisches Miteinander! Und lassen Sie uns gemeinsam die Zeit des Shutdown nutzen, um sinnhaft über ‘die Zeit nach der Krise‘ nachzudenken und zu planen. Der SABU zusammen mit der Schwesterbank RSB Retail+Service Bank GmbH als starke Verbundgruppe leisten ihren Beitrag dazu. In Form der Saisonfinanzierung sowie durch die Verschiebung der RSB-Dekadenabrechnung, die jedes Anschlusshaus im Rahmen der Konditionenstaffel individuell auf Antrag in Anspruch nehmen kann.“

Marcel Rotzoll

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Rotzoll

Autor: Marcel Rotzoll

Stellv. Chefredakteur sportFACHHANDEL