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Corona-Krise: Intersport spart am Personal

  • Marcel Rotzoll
  • Dienstag | 11. August 2020  |  17:39 Uhr
90 Prozent Umsatz büßte die Intersport eigenen Angaben zufolge während des Shutdowns ein. Das hat nun Konsequenzen für bis zu 60 Mitarbeiter in der Zentrale in Heilbronn.

„Die weitere Transformation erfordert auch eine Neuaufstellung innerhalb der eigenen Organisation. Hier wird die Intersport in der Zentrale in Heilbronn bis zu 60 Arbeitsplätze abbauen. Die Verhandlungen über einen Sozialplan und auch alternative Konzepte mit dem Betriebsrat in Sozialpartnerschaft werden in den nächsten Tagen beginnen. Dabei sollen sämtliche Maßnahmen fair, transparent und aufrichtig umgesetzt werden. So wollen wir soweit wie möglich auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten.“ Das teilt der Intersport-Vorstand den eigenen Mitgliedern am vergangenen Montag in dem E-Mail-Newsletter „Vorstands-Info“ mit.

In dem Schreiben, das sportFACHHANDEL vorliegt und von den vier Intersport-Vorständen Dr. Alexander von Preen (CEO), Thomas Storck (CFO), Mathias Boenke (COO) und Frank Geisler (COO) unterzeichnet wurde, wird klar, wie stark die Verbundgruppe, vor allem die Zentrale, unter der Pandemie zu leiden hat. So heißt es zu den Hintergründen, dass der durch Corona bedingte Shutdown zwischen März und Mai zu einem Umsatzverlust von fast 90 Prozent geführt habe. Und auch wenn über den Onlinehandel weiter verkauft werden konnte, „konnten die entgangenen Umsatzeinbußen der letzten Monate bei weitem nicht kompensiert werden“.

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Intersport setzt den Rotstift an die Zentrale an: 60 Mitarbeiter sollen gehen.
© Intersport

Man forciere nun die „Transformation“ im Rahmen des „Best in Sport“-Konzepts. Man habe, heißt es weiter, „bereits erste Maßnahmen, wie bspw. die Automatisierung im neuen Großhandelslager oder die Zusammenlegung der IT-Infrastrukturen, ergriffen, um Synergieeffekte innerhalb des Unternehmens stärker zu nutzen“. Zusätzlich wird nun der Rotstift bei den Mitarbeitern in der Zentrale angesetzt. Nach eigenen Angaben beschäftigt die Verbundgruppe in der Heilbronner Zentrale bisher über 400 Mitarbeiter.

In Richtung der Mitglieder heißt es abschließend, dass trotz dieser Entwicklung das „Kerngeschäft höchste Priorität besitzt und die entsprechende Abwicklung und Servicequalität sichergestellt sind“.

Marcel Rotzoll

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Autor: Marcel Rotzoll

Stellv. Chefredakteur sportFACHHANDEL