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Corona: ANWR startet Hilfsangebote für Mitglieder

  • Marcel Rotzoll
  • Freitag | 20. März 2020  |  11:51 Uhr
Mit „Fokus auf die Handlungsfähigkeit der Handelspartner“ hat die ANWR Group ein Maßnahmenpaket erarbeitet, dass die durch die Covid-19-Pandemie ausgelöste existenzgefährdende Krise abfedern helfen soll.

Vordringlichste Aufgabe sei es, erklärt ANWR-Vorstand Frank Schuffelen, „in dieser existenzgefährdenden Krise die Mitglieder sowie die Handelspartner der angeschlossenen Verbände mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln zu unterstützen. Dafür analysieren und bündeln wir in enger Abstimmung mit unseren Banken und Fachgesellschaften die herausfordernden Themen, um die richtigen Antworten zu geben und dort, wo wir es selber in der Hand haben, Lösungen anzubieten.“

Zu den Sofort-Maßnahmen gehört die bereits in der vergangenen Woche vorgenommene Erhöhung der Saisonlinie gemeinsam mit der DZB Bank. Man befinde sich zudem in Verhandlungen mit allen Industriepartnern hinsichtlich der Gewährung einer größtmöglichen Valutierung für aktuell vorliegende Rechnungen. Die Lieferanten wurden darüber hinaus gebeten, die kurzfristig anstehenden Lieferungen an die Handelspartner einzustellen bzw. diese nur noch auf individuellen Abruf zu veranlassen. Der Großhandel von ANWR Schuh und von der Sport 2000 werde offene Rechnungen mit 90 Tagen valutieren und bis auf weiteres keine Ware mehr ausliefern.

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"Existenzielle Krise": Die ANWR will mit Sofortmaßnahmen die Auswirkungen der Ovid-19-Pandemie auf die Handelspartner zumindest abfedern helfen.
© ANWR Group

Zudem werde man zusätzlich zur Unterstützung der E-Commerce-Umsätze in das SEO-Marketing für schuhe.de investieren. Die Plattform www.sport2000.com soll wie geplant in Kürze an den Start gehen und den Sport 2000-Partnern „auch in der jetzigen Zeit wichtige Impulse geben“. Die konkreten Maßnahmen sollen bei Bedarf ergänzt bzw. bedarfsgerecht angepasst werden. Man werde die Handelspartner über sämtliche Unterstützungsmöglichkeiten der ANWR Gruppe und auch staatlicher Einrichtungen beispielsweise über die Händlerportale und Newsletter der einzelnen Gesellschaften informieren.

Zusätzlich wird „unbürokratische und wirksame Unterstützung des Staates und der Länder“ benötigt, die unmittelbar bei den Händlern ankomme. Dazu befinde sich die Verbundgruppe in Gesprächen mit Bundes- und Landesregierungen, Kredit- und Förderbanken, Warenkreditversicherern, dem Mittelstandsverbund ZGV und dem Bundesverband der Schuh- und Lederwarenindustrie e.V. (HDS/L). DZB Bank und Aktivbank seien ebenfalls im intensiven Dialog mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) als wichtigem Kapital- und Bürgschaftsgeber sowie mit den Warenkreditversicherern. Schließlich appelliere man gemeinsam mit dem HDS/L an den Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, mittelständische Handelsunternehmen sofort zu unterstützen.

Marcel Rotzoll

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Autor: Marcel Rotzoll

Stellv. Chefredakteur sportFACHHANDEL