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Birkenstock-Vorwürfe: SABU schießt zurück

  • Andreas Mayer
  • Freitag | 02. Oktober 2020  |  11:21 Uhr
Stephan Krug, Geschäftsführer der SABU Schuh & Marketing GmbH, äußert sich zur Kündigung des Zentralregulierungsvertrags durch Birkenstock zum 31.12.2020.
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Birkenstock beendet seine Mitgliedschaft in ANWR, GMS und SABU, da diese nicht entschieden gegen Kopisten und deren Vertriebskanäle vorgehen, wie es heißt. Man verlasse eine Wertegemeinschaft, "die Produktkopien – trotz wiederholter Beanstandungen und Hinweise auf Rechtsverletzungen" – bis heute nicht entschieden genug bekämpft habe, so der Vorwurf.

Für SABU-Geschäftsführer Stephan Krug ist diese "Begründung nur vorgeschoben": "Wir bedauern diesen Schritt sehr, können die Gründe dafür jedoch inhaltlich nicht nachvollziehen. Die Marke ist seit einigen Jahren – auch getrieben durch die Händler der Verbundgruppen – im Aufwind und hat zuletzt von der Corona-Pandemie deutlich mehr profitiert als andere Schuhhersteller. Eine Einstellung der Geschäftsbeziehung mit den Verbundgruppen ist ein Schlag gegen alle Mitglieder der Gemeinschaft und den mittelständigen Schuhhandel insgesamt. Dies zu einem Zeitpunkt, an welchem Solidarität und Zusammenstehen wichtiger ist denn je."

Die SABU Schuh & Marketing sei jederzeit zu Gesprächen zur Wiederaufnahme der Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen von Birkenstock bereit – "aber nicht zu jedem Preis,“ wie Krug noch einmal betont.

Andreas Mayer

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Autor: Andreas Mayer

Chefredakteur