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Bei Kost Sport in Basel gehen die Lichter aus

  • Nicolas Kellner
  • Sonntag | 06. Juli 2014  |  16:52 Uhr
Basel. Die Schweiz trauert - nicht wegen des (knappen Ausscheidens) der "Fußball-Nati", sondern weil Kost Sport in Basel, eines der besten und traditionsreichsten Sportgeschäfte in der Schweiz, schließt. Zum 31. 1. 2015 sollen die Rolläden fallen. 50 Mitarbeiter sind betroffen.
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Über 100 Jahre Sport auf vier Etagen. Bei Kost in Basel ist im kommenden Jahr Schluss.

Das Unternehmen Leonhard Kost & Cie, Spezialhaus sämtlicher Sportausrüstungen, wurde 1866 gegründet, ab 1890 wurden hier Ski jeglicher Art verkauft. Die Aktionäre hätten beschlossen, das Geschäft an der Freien Straße zu schließen, ist in einer Mitteilung der Kost Sport AG zu lesen, die alle überraschte.

Man bedauere diesen Schritt außerordentlich, heißt es weiter, und habe über längere Zeit versucht, mit persönlichem und finanziellem Engagement das Familienunternehmen weiterzuführen. Das Geschäft mitten in der City wird von Branchenprofi Michel Pompanin und Simone Kost geleitet.

Als Grund für die Aufgabe werden das Überangebot im Sporthandel, Online-Shopping und die Euro-Stärke genannt. An der Miete lag es nicht, das Anwesen gehört der Familie Kost, betont der Händler. In den vergangenen Jahren hatte sich Kost Sport noch stärker spezialisiert (unter anderem auf hochwertige Sportmode, Outdoor und Running), hatte aber nach eigenen Angaben zunehmend auch gegen drückende Behördenauflagen, insbesondere das neue Verkehrskonzept in der Innenstadt, Baustellen (neuer Apple-Store direkt nebenan) und Einkaufstourimus in Deutschland zu kämpfen.

Mit Kost verschwindet eines der wenigen Geschäfte in Basel, die sich noch in Familienbesitz befinden. Ob das Haus verkauft oder die Ladenlokalität vermietet wird, war noch nicht zu erfahren. npk

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Autor: Nicolas Kellner

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 14 / 2014