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ANWR Gruppe behält Liquiditätsangebote bei

  • Marcel Rotzoll
  • Freitag | 31. Juli 2020  |  10:55 Uhr
Für Schuh-, Sport- und die Lederwarenfachhändler innerhalb der ANWR bietet die Verbundgruppe die Möglichkeit, von verlängerten Zahlungszielen auch in der zweiten Jahreshälfte zu profitieren.

Auch wenn der Shutdown vorbei ist und die Geschäfte längst wieder öffnen können, bleibt Unsicherheit. Die durch Corona verlorenen Monate sind für den Handel nur schwer oder gar nicht aufzuholen. Dabei stehen wichtige Dekaden, und mit ihnen die Auslieferung frischer Ware, erst noch an. Zusätzlich kommen Kosten für Stundungen während des Shutdowns ebenso wie eventuelle Kredit- und Soforthilferückzahlungen hinzu. Dem Fachhandel drohen deshalb nach wie vor Liquiditätsengpässe. Um die angeschlossen Handelspartner zu unterstützen, verlängert die ANWR nun die Zahlungsziele im Zeitraum zwischen dem 31. Juli und 20. Oktober 2020 ohne zusätzliche Kosten um 60 Tage. Das Angebot, so die Mainhausener, gelte für Händler von ANWR, ANWR Garant International, REXOR, Sport 2000 und Goldkrone in allen Ländern.

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Schuh-, Sport- und Lederwarenfachhandel leiden besonders stark unter den Corona-Auswirkungen. Die ANWR will den eigenen Händlern deshalb auch in der zweiten Jahreshälfte unter die Arme greifen.
© ANWR

Neben der Unterstützung der eigenen Händler durch die Zentrale und der ANWR-eigenen DZB Bank, wird aber gleichzeitig auf die meist mittelständischen Lieferanten Rücksicht genommen: „Auch bei vielen Lieferanten leidet die Liquidität unter den pandemiebedingten Umsatzverlusten, sodass verlängerte Zahlungsziele oft nicht einfach darstellbar sind. Die Lieferanten erhalten diese Dekaden deshalb weiterhin in der ersten Kondition.“

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Matthias Grevener ist Mitglied des ANWR-Vorstands und für die Sportmärkte verantwortlich.
© ANWR

Die aktuelle, Corona-bedingte Krise im Handel mache weder vor Branchen noch vor Ländergrenzen halt, heißt es aus Mainhausen. Schuh-, Sport- und Lederwarenfachhandel zählten aktuell zu den Verlierern des geänderten Kaufverhaltens während und auch nach den Shutdowns. „Erstmals haben wir in der ANWR Gruppe“, so Matthias Grevener, im Vorstand der ANWR Group für die Sportmärkte verantwortlich, „das Angebot länder- und branchenübergreifend ausgerollt. Aufgelaufen liegen diese Branchen im Umsatz deutlich unter dem Vorjahreszeitraum. Da die Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern und Branchen unterschiedlich sind, kann jeder Händler selbst seine rechnungsstärksten Dekaden für den Zahlungsaufschub auswählen.“

Marcel Rotzoll

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Autor: Marcel Rotzoll

Stellv. Chefredakteur sportFACHHANDEL