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Wesentliches im Blick

  • Anita Klingler
  • Freitag | 09. September 2011  |  07:31 Uhr
Grundsätzlich gilt für eine Website: Sie soll schick und praktikabel sein.

Nutzer müssen sich auskennen und möglichst zumindest auf den zweiten Blick finden, wonach sie suchen. Gleichzeitig darf eine Webpräsenz nicht überladen sein und zu viele Informationen enthalten. Hier hilft es, sich von Ballast zu trennen.

Nespoli Sportconsulting ist der richtige Ansprechpartner, wenn es um Sportevents und Sportcamps geht. Die Firma bietet einen Ticketservice sowie die Organisation von Firmenanlässen im Zusammenhang mit Sportveranstaltungen an. Zusätzlich berät sie Unternehmen bei der Konzeption und Umsetzung von Werbung für Sportevents. Nespoli Sportconsulting wurde Anfang Juli 2005 als Einzelunternehmen gegründet und mit 1. Januar 2011 in eine GmbH umgewandelt. Ende Mai hat Nespoli das Layout seiner Web-

site leicht überarbeitet. Zudem haben die Betreiber Kataloge sowie Funktionen wie Online-Berechnungen für

Trainingslager und einen Webshop integriert.

Farben mit Bedacht einsetzen

Ob ein gedecktes nugatbraun in Kombination mit einem orangefarbenen Banner die richtige Farbwahl ist, darüber lässt sich freilich streiten. Die Farben sind warm. Aber vermitteln sie auch, was eine Eventagentur ausmacht? Wirkt Braun spritzig und sportlich? Wenn man den Informationen des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Publikations- und Informationssysteme glaubt, ist das nicht der Fall. Demnach ist es etwa die Kombination Rot, Blau und Orange, die für Dynamik steht, oder Rot, Orange und Gelb für Energie. Solche Farbkombinationen kommen auch und vor allem in der Werbung zum Einsatz. Lassen Sie sich bei der Gestaltung Ihrer Website nicht nur von Ihrem Geschmack leiten, sondern überlegen Sie sich auch, welches Bild Sie damit transportieren wollen. Vieles hängt schließlich davon ab, ob Sie auch wirklich die Botschaft vermitteln, die Sie verkünden wollen. Worauf Nespoli gänzlich verzichtet, sind Symbolfotos. Nur zwei stilisierte Fußballer im Banner verweisen auf den Bezug zum Sport. Hier vergeben die Betreiber aber auch Potenzial: Menschen möchten Menschen sehen. Ein echter Sportler berührt mehr als eine Figur. Ein Lächeln zieht uns eher in eine Website hinein als das Bild eines Fahrrads.

Nicht-Informationen vermeiden

Zu Sportwebshop.ch gehört ein Veranstaltungskalender. Wenigstens bis Dezember 2011 ist darin bis Redaktionsschluss aber kein einziger Termin enthalten. Zudem fehlt die Information, über welche Art von Veranstaltungen hier informiert werden soll: Sportevents in der Region, von Nespoli selbst organisierte Feste oder allgemeiner gehaltene Termine. Elemente wie ein Kalender ist eine nette Zusatzinformation – aber nur, wenn sie auch genutzt werden. Möglicherweise sind die Betreiber seit dem Relaunch noch nicht dazu gekommen, aktuelle Termine einzutragen. In jedem Fall würde es sich hier aber lohnen, die Microsite offline zu belassen, bis es Veranstaltungen gibt, oder aber wenigstens ein paar wenige einzutragen. Ein leerer Eventkalender wirkt trostlos. Einen ganzen Kalender braucht es im Grunde gar nicht. Einfacher zu bestücken ist eine Sammlung von Events im Listenformat – vielleicht mit Links zu den Veranstaltern. Damit tun Sie zusätzlich etwas für Ihre Auffindbarkeit in Suchmaschinen.

Gute Ideen zu Ende denken

Sein Team stellt Firmenchef Marzio „Mis­ter“ Nespoli auf einer eigenen Seite vor. Einziger Sinn dahinter kann sein, dass Besucher und potenzielle Kunden wissen, wer ihr Ansprechpartner ist. So lässt sich der im Internet per se eher unpersönliche Kontakt von Anfang an auf eine persönlichere Ebene bringen: Ich weiß, mit wem ich es zu tun habe. Im Fall von Sportwebshop.ch geschieht das aber auf etwas kuriose Weise: Nur vom Geschäftsführer selbst gibt es bis dato ein Foto. Die restlichen vier Mitarbeiter werden noch nicht einmal mit Vornamen genannt. Es mutet ein wenig seltsam an, sich einerseits eine eigene Seite für die Mitarbeiter zu gönnen, andererseits aber nur einen tatsächlich mit Namen und Foto vorzustellen. Zumal bei „Ch. Nespoli“, der „Strategin“, davon auszugehen ist, dass es sich um die Ehefrau des Chefs handelt, da sie immerhin „mit dem Mister die Jahresziele und Strategien“ koordiniert.

Halbfertiges vollenden

Es hat wenig Sinn, eine halbfertige oder vielleicht sogar unsauber program­mierte Website online zu stellen.

Stellenweise wirkt Sportwebshop.ch ein wenig unausgegoren. Der Eindruck mag trügen, aber er wird wohl auch bei dem einen oder anderen Besucher so ankommen. Ein schon besprochenes Beispiel ist der besagte Eventkalender, der nur dann eine Daseinsberechtigung hat, wenn er befüllt wird. Jedoch auch andere Dinge wie die Navigation und der Webshop sind nicht optimal durchdacht. Hier ließe sich in jedem Fall noch nachbessern.

Anita Klingler

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Autor: Anita Klingler

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 20 / 2011