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Zalando schreit doch wieder

  • Andreas Mayer
  • Montag | 01. Dezember 2014  |  09:43 Uhr
Der deutsche Händlerriese Zalando erwartet in diesem Jahr erstmals schwarze Zahlen.

Laut Vorstand Rubin Ritter erwarte das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2014 konzernweit einen „leicht positiven Betriebsgewinn“. Dabei setzt der frühere reine Schuhhändler auf einen starken Schlussspurt durch das Weihnachtsgeschäft.In 2014 soll der Umsatz insgesamt um 20 bis 25 Prozent steigen. Im letzten Jahr lagen die Erlöse bei rund 1,8 Mrd. Euro. Der Berliner Mode- und Sporthändler trotzt damit einer allgemeinen Versenderflaute in der Textilbranche, die unter dem zu warmen Herbst leidet.

In den ersten neun Monaten verdiente Zalando operativ rund eine Mio. Euro (Vorjahr: noch fast 126 Mio. Euro Verlust). Der Umsatz legte in den ersten neun Monaten dieses Jahres um gut ein Viertel auf gut 1,5 Mrd. Euro zu. Im dritten Quartal stieg der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 24,2 Prozent auf 501 Mio. Euro. Zuletzt hatte der Konzern nach eigener Aussage das operative Geschäft forciert, so etwa die Express-Lieferung für alle Märkte eingeführt.

Zalando profitiert dabei von einer starken Zunahme des mobilen Datenverkehrs, der im dritten Quartal um 43 Prozent zulegte. Die eigene App habe in diesem Zeitraum 5,1 Millionen Downloads gehabt, teilt der Versender mit. Insgesamt registrierte der Händler im dritten Quartal 14,1 Mio. aktive Kunden – im Vorjahreszeitraum waren es noch 12,3 Mio. gewesen. Der durchschnittliche Wert des Warenkorbs bei Zalando beträgt rund 65 Euro. Laut Destatis liegt der durchschnittliche Warenkorbwert über alle deutschen Online-Shops hinweg bei 100,60 Euro.

Mayer

Autor: Andreas Mayer

Chefredakteur

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 22 / 2014