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SFH Online-TÜV: Verticalextreme

  • Nicolas Kellner
  • Donnerstag | 02. Juni 2016  |  12:07 Uhr
Verticalextreme ist ein stationärer Kletter- und Bergsporthändler, der sich zusätzlich im Web präsentiert. Die Analyse zeigt: die Kunden werden angenehm simpel und übersichtlich „abgeholt“. Dies gilt bereits von der Einstiegsseite ab und ist heute in dem Wust von technischen Möglichkeiten und Angeboten nicht mehr so selbstverständlich.

Text: Nicolas Kellner

Keep it simple lautet also die Devise online. Das bedeutet zunächst, schwarze Schrift sowie Modell-Bilder und Slideshow auf hellem Hintergrund, sind nicht nur angenehm fürs Auge, sondern führen auch zu schnellen Ladezeiten. Auf der ersten Seite steht alles, was wichtig ist, ohne überladen zu wirken: Kontakt und umfangreiche Serviceleistungen (Kasse, Retouren, Versandkosten, Impressum uvm.) sowie das Marken-Portfolio. Auf der zweiten Seite wird das Produkt präsentiert mit sehr umfangreichen und detaillierten Produktinfos und der Möglichkeit der Kommentierung und Bewertung von Seiten des Users. Nach nur zwei Klicks! Schlanke Navigation, also kurze Wege und direkte Information sind Mehrwert der Seite. Auffällig gut gemacht sind die einzelnen Produktbeschreibungen auf den folgenden Seiten, die Warenkorbfunktion ist übersichtlich und vertrauenswürdig. Vor allem bei den Empfehlungen zu den verschiedenen Teilen haben sich die Webseitenmacher große Mühe gegeben. Diese Form von virtueller Beratung macht Sinn und lädt zum Weiterstöbern ein.

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Schnäppchen im Outlet sind erlaubt.
© Verticalextreme

Der Kunde, Interessent und potenzielle Käufer, wird nicht unnötig abgelenkt und wird so für den Trendsport gewonnen. Denn gerade Indoorklettern weckt derzeit immer mehr Begeisterung, ob Jung oder Alt, der Zug in die Hallen ist ungebrochen. Neueinsteiger dürfen natürlich nicht verprellt oder abgelenkt werden, wenn sie sich beispielsweise über die Erstausrüstung und die Angebotsvielfalt informieren wollen. Die Shop-Anbieter, Michael Maximilian Huber und Max Josef Huber aus Holzkirchen bei München, wissen das. Sie haben den User und Kunden im Blick. Das ist nicht immer selbstverständlich, egal ob es sich um einen Klettershop oder einen anderen virtuellen Sportladen handelt. Vielfach wird das Einmaleins der Webseitengestaltung vergessen. Die Hubers jedoch zeigen, wie man Produktverkäufe unter dem Gesichtspunkt Kundenbindung im Web geschickt umsetzt. Dabei können sich die begeisterten Kletterer offenbar auf die Erfahrungen im stationären Business verlassen. Denn es gibt auch einen echten Kletter- und Bergsportladen, auf den ebenfalls unmittelbar auf der Seite Eins hingewiesen wird. Dazu werden Bilder des Ladens auf der Seite gesetzt. Diese sind jedoch leider zu klein. Mit Speck fängt man Mäuse, mit guten aussagekräftigen Bildern auch. Da könnte mehr gemacht werden. Diese Eigenwerbung kann Gold wert sein und die (auch virtuelle) Kaufentscheidung unterstützen. Das wirkt manchmal sogar besser als jede eintönige Rotstiftwerbung. Echte Kletterfans sind auch bereit, für gute Ware und Ausrüstung tiefer in die Tasche zu greifen. Stattlich ist die Navigationszeile neben der Produktsuche, unter der Infos zu den jeweiligen Marken geliefert werden sowie eine große Anzahl von Produkten, die im Webshop erhältlich sind. Die klassisch linker Hand angesiedelte Menuespalte ist nach Themen und Produktkategorien untergliedert – für manchen Geschmack etwas zu ungeordnet und nicht logisch.

Autor: Nicolas Kellner

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 06 / 2016