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SFH Online-TÜV: Sport Saller

  • Nicolas Kellner
  • Donnerstag | 17. März 2016  |  11:47 Uhr
Sport-Saller gilt als Teamsport-Pionier und als einer der am längsten aktiven Händler in der Vereinsszene. Somit verrät auch die neue Website viel über den Marktwert des Händlers, der die Branche über 40 Jahre lang maßgeblich mit beeinflusste.

Text: Nicolas Kellner

Der früher aktive Fußballer Richard Saller startete 1972 mit einem Laden-Verkauf von Fußballbekleidung. Mittlerweile ist daraus ein großes Unternehmen gewachsen, immer noch mit stationärem Geschäft (in Weikersheim) sowie mit einem blühenden Versand-Business inklusiver neuer Lager- und Versandkapazitäten vor Ort. Vor allem aber mit der Eigenmarke Saller hat der Branchenprofi einen Pflock in die Szene geschlagen. Inzwischen werden damit sämtliche Teamsportarten bedient. Saller hat sich einen Namen erarbeitet und zeigt das auch mit einer selbstbewussten Website, die nicht nur im bekannten typischen Saller-Rot aufmacht, sondern auch gleich zur Sache kommt. Der gewiefte Händler preist auf der Einstiegsseite nicht nur unmittelbar Produkte an (Textilien aus der Eigenmarkenserie, Bälle etc.) und weist auf Aktionen, Events und Prospekte hin, sondern dreht selbstverständlich auch sofort am Preis. Teamsport ist knallhartes Rabattgeschäft, das ist bekannt und zuweilen berüchtigt. Auf den ersten und nachfolgenden Saller-Seiten operiert der Händler allerdings genau damit eher verhalten. Der Rotstift wird zurückhaltend eingesetzt und erschlägt den User nicht gleich.

Im Mittelpunkt stehen die Produkte selber und deren Eigenschaften, zu denen der Verkäufer viele Informationen liefert, die der einzelne Endkunde, aber vor allem auch der jeweilige Vereinskäufer wissen muss. Dazu gehören Marke, Ausstattung, Verfügbarkeiten und Größen sowie Artikelnummern und Preise. Teamsport-Business ist ein sich schnell drehendes, serviceorientiertes Geschäft, welches extrem zielgruppenbewusst geführt werden muss. Nicht zuletzt deswegen kann dieser Bereich im Sportartikelbusiness noch in seiner Nische bestens agieren und überleben, ohne von den großen Online-Plattformverkäufern von Amazon über Ebay bis hin zu Zalando bedrängt zu werden.

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Die Eigenmarke wird prominent in den Vordergrund gestellt.
© Saller

Hoher Infogehalt

Der Informationsgehalt der Seite ist also hoch, das Look-and-feel der Seite passt zum Angebot - wo Saller drauf steht ist auch Saller drin. Eben Teamsport pur. Genau das vermittelt die Seite mit dem Slogan „it´s all about sports“. Prominent stellt Saller dabei seine verschiedenen Teamlinien in den Mittelpunkt ohne bekannte Marken zu vergessen. Aber sie spielen eben nicht die Hauptrolle. Der bekannte Branchenplayer, der neben vielen Vereinen auch Bundesligaclubs ausstattet, wirft berechtigterweise seinen Namen voll in die Waagschale und kann das als Alleinstellungsmerkmal seiner Online-Präsenz verbuchen. Die Hinweise (auf der Seite eins) beispielsweise zu Bestellablauf, kostenlosem Versand und Beratungshotline sind Standard und gut platziert. Der Ablauf des gesicherten Kaufvorgangs ist solides Programmier-Handwerk und lässt sich nach drei Klicks abschliessen.

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Der Kunde wird auch in Sallers Fan-Shop gezogen.
© Saller

Verknüpfung online-offline

Interessant ist die Verknüpfung von Saller zwischen Online- und Offline-Geschäft. Beides geht Hand-in-Hand. Der Primus der Teamsport-Händler weist ausdrücklich ab der Einstiegsseite auf sein stationäres Geschäft inklusive Adresse, Anfahrt, Öffnungszeiten (!) hin, der Keimzelle der Sallerschen Erfolgstory. Der Online-Kunde wird auf der Website abgeholt und eingeladen ins reale Geschäft. Saller gelingt es, den Spieß umzudrehen und über seinen Online-Auftritt Kunden in den Laden vor Ort zu ziehen beziehungsweise einzuladen. Denn im Teamsport-Sektor ist und bleibt der persönliche Kontakt immer noch der beste Verkaufsgarant. Somit bietet der Händler ein rundes Paket an, das sich vollends an seiner Zielgruppe orientiert.

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Autor: Nicolas Kellner

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 14 / 2015