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Internationales E-Commerce muss vorbereitet sein

  • Nicolas Kellner
  • Mittwoch | 26. Oktober 2016  |  13:28 Uhr
Eine Internationalisierung des eigenen Online-Shops ist immer gut, bedarf aber einiger Vorsicht und Recherchen: Der Aufwand kann sich jedoch lohnen. Eine interessante Unterstützung dazu bietet ein Whitepaper von Salesupplay gemeinsam mit Paypal.

Text: Nicolas Kellner

Die Erschließung neuer Märkte kann eine nachhaltige Steigerung von Verkäufen und damit mehr Umsatz bringen. Allerdings gilt es zu beachten, dass unterschiedliche Käufer in unterschiedlichen Märkten auch unterschiedlich agieren und anzusprechen sind. Im Whitepaper „E-Commerce Internationalisierung: Mode, Sportartikel, Autoteile“ stellen die Autoren eindrückliche Umsatzzahlen für die Branchen Mode, Sportartikel und Autoteile vor. In den untersuchten Segmenten steigt der Gesamtumsatz kontinuierlich an. Der Bereich Mode etwa wird ein Wachstum von 4,4 Prozent im Handel verbuchen können. Im Bereich E-Commerce wird mit 11,2 Prozent fast das Dreifache erwartet.

Die meisten deutschen Online-Händler fixieren sich bisher nur auf den heimischen Markt. Dabei bieten die Nachbarländer, wie z.B. auch Benelux und Polen, viel Potential. Allerdings gilt auch hier: Andere Länder, andere Sitten. Wer sich internationalisieren will, sollte dabei einiges beachten. Neben dem prognostizierten Wachstum sind auch die Umsatzzahlen anderer europäischer Länder zu berücksichtigen. Die Ergebnisse des Europäischen E-Commerce Verbandes „E-Commerce Europe“ machen die Unterschiede deutlich: Während in Deutschland 2014 rund 40 Mrd. Euro umgesetzt wurden, waren es in England rund 107 Mrd. und in Frankreich 51 Mrd. Euro. Diese hohen Umsätze wurden zudem auch noch mit einer geringeren Anzahl aktiver Shopper generiert. Das Thema Retouren ist ein weiterer wichtiger Punkt: In der Bundesrepublik gibt es seit längerem eine hohe Retourenquote. Vor allem der Bereich Textil ist hier stark betroffen. In anderen Ländern liegt die Quote teilweise um rund die Hälfte darunter. Das sollten Sporthändler unbedingt wissen und beachten.

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Online geht mehr: Wachstumspotenziale bis 2018 im Handel allgemein und in spezifischen Branchen.
© Salesupplay/PayPal

Das Whitepaper stellt auch die Märkte Großbritannien, Spanien, Frankreich und Polen vor. Dabei wird die Wachstumsprognose bis 2018 für die Segmente Mode, Sportartikel und Autoteile angegeben. Neben diesen Daten wird zudem auch auf die Besonderheiten der jeweiligen Länder eingegangen. Händler, die nach Großbritannien verkaufen wollen, müssen die Preise und Versandkosten natürlich unbedingt in Pfund und nicht in Euro angeben. Franzosen legen bekanntermaßen sehr viel Wert auf ihre eigene Landessprache, weswegen eine gute Übersetzung unbedingt notwendig ist. Das Thema Kundenservice ist in allen Ländern enorm wichtig und sollte immer in der jeweiligen Landessprache angeboten werden.

Autor: Nicolas Kellner

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 13 / 2016