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„Kunstprojekt“ feiert zehn Jahre

  • Nicolas Kellner
  • Samstag | 09. Juli 2011  |  10:23 Uhr
Der Name ist Programm: Die Webseite Arts Outdoors könnte irrtümlich mit einem Kunstprojekt im Internet verwechselt werden. Zumindest deutet der Name darauf hin und hinsichtlich Suchmaschinen-Optimierung kann das ja auch förderlich sein.

Dabei ist Arts der Familienname des Betreiber-Trios dieses ungewöhnlichen Online-Auftritts eines Outdoor-Händlers. Susanne, Jan und Piet Arts starteten vor zehn Jahren und präsentieren sich mittlerweile zweisprachig und liefern europaweit aus. Neben Outdoor gibt es auch Fun-Sport-Artikel sowie Angebote für Winter- und Wassersportler.

Die Optik

Pop Art-mäßig öffnet sich die Seite. Die Farbe Orange auf dunklen Hintergrund lässt die Seite zunächst wie ein Poster erscheinen. Die Assoziation mit dem Aufmacher-Bild am oberen Bildrand dürfte auch gewollt sein. Die graphische Gestaltung des Schriftzugs von www.arts-outdoors.de auf der rechten Bildseite oben unterstreicht diesen Eindruck. Optisch sticht die Seite also schon ins Auge und lädt auch zum weiter lesen bzw. scrollen ein. Die Farbe Orange steht für Freude und die in ­dieser Kolorierung gehaltenen ­Navigations-Buttons fallen angenehm auf und strahlen Frische und Übersichtlichkeit aus.

Der Inhalt

Das Angebot richtet sich an die ganze Familie. Zu dem Schwerpunkt Out­door findet der Besucher auch themenverwandte Bereiche wie Kajaks und ­Kanus. Aber auch Schneeschuhe und Sicherheitsausrüstung für Tourengeher werden angeboten. Das Sortiment ist von Nordic Walking-Artikeln bis hin zu Snowboard & Co breit gefächert. Positiv ist das einfache und schnelle Umschalten auf Englisch für nicht deutschsprachige User. Die zehn Jahre merkt man der Seite allerdings trotzdem an: Nicht nur Optik (wenn auch ansprechend), sondern auch die kastenförmige starre Aufteilung der Seite, das Scrollen, um weiter nach unten zu den nächstliegenden Infokästen und Bild-Buttons zu gelangen, war vor etlichen Jahren up to date, wirkt heute aber eher etwas antiquiert. Durch die inhaltliche Aussage wird dies jedoch wieder wettgemacht: Der Betrachter orientiert sich durchaus schnell und bestellt vielleicht, was er momentan so gar nicht sucht: Vom Bestseller bis zum saisonalen Sonderangebot oder einer Empfehlung anderer User/Käufer. Als Landing-Page für die URL www.arts-outdoors.de wird unmittelbar auf »/shop« weitergeleitet, die den Besucher mit einem Begrüßungstext sowie einer Ankündigung, dass der Shop-Betreiber demnächst auch auf einer Messe (in diesem Fall der „Caravan“ in Düsseldorf) sein wird, empfängt.

Die Navigation

Die hauptsächlich produkt- und infobezogene Navigation erfolgt über die linke Spalte inklusive Suchfunktion. Auf der rechten Seitenspalte sind Mehrwert- und Servicedienste wie Chat, Bewertungen und Newsletter zu finden. Dort sind auch Warenkorb und Zahlungsmöglichkeiten platziert sowie die kostenlose Kontaktaufnahme und weitere Info-Angebote.

Unnötige Wiederholungen auf weiteren Navigationsleisten etwa am oberen Bildrand entfallen glücklicherweise. In der Seitenmitte werden noch einmal die Sortimentskategorien mit Abbildungen aufgelistet. Mit nur drei Klicks ist der Kunde im Warenkorb, der alle erforderlichen Informationen zu Produkt und Kauf inklusive Warenverfügbarkeit enthält. Dort muss sich der Käufer dann allerdings anmelden. Etwas umständlich ist, dass der User von dort lediglich wieder zur Startseite kommt. Um wieder in die einzelnen Produktkategorien zu gelangen, müssen diese durch anklicken wieder aufgerufen werden.

Das Handling

Insgesamt überzeugt die Shop-Seite trotzdem, da sie trotz mancher ­Umständlichkeit beim Vor- und Zurück-Navigieren einfach zu ­bedienen ist und ihrer Linie treu bleibt. Man muss sich daran gewöhnen, aber das geht relativ schnell. Die Seite ist ein typisches Produkt der früheren ­E-Commerce-Welle und bietet alles Wesentliche. Moderne Interaktivität bzw. Community-Angebote fehlen ­hingegen. Dafür wirkt das Angebot authentisch. Hier wird glaubwürdig und solide verkauft – mehr aber auch nicht. npk

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Autor: Nicolas Kellner

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 14 / 2011