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Ein Horizont voller Ideen

  • Anita Klingler
  • Freitag | 29. Juli 2011  |  09:05 Uhr
Von Alpenbewohnern heißt es manchmal, sie denken nur bis zum nächsten Berg. In München stehen die Alpen zwar fast vor der Tür, aber der Kreativität tut das keinen Abbruch. Im Gegenteil: Bergzeit.de investiert eine Menge Energie in Mehrwert für seine Kunden – und sichert sich so deren Aufmerksamkeit.

1999 gegründet, besitzt Bergzeit.de mittlerweile zwei Filialen im Raum München: Bergzeit Alpin und Bergzeit Outdoor. Zusätzlich steht ein Zeltlager zur Verfügung, das sich während der Geschäftszeiten ebenfalls besuchen lässt.

Der Name ist Programm

Bei Bergzeit.de dreht sich alles um die verschiedenen Formen des Bergsports. Das spiegelt sich nicht nur im Namen, sondern auch im einprägsamen Logo wider: einem dicken weißen B auf rotem Grund in Form eines Gipfels. Aus der Verbindung von Name und Symbol ergibt sich ein großer Wiedererkennungswert für Laden und Marke. Wer einmal auf den Shop gestoßen ist, behält ihn im Kopf. Bilder mit Witz „Geld sparen, Gewicht sparen" steht auf der Startseite zu lesen – und das dazugehörige Foto ziert ein voll bepackter Esel auf dem Weg nach oben. Wer bei Bergzeit.de die Symbolbilder aussucht, leistet gute Arbeit. Sie sind freundlich, bunt und passen zu den Produkten. Mehr noch: Sie machen Spaß, wecken Aufmerksamkeit und lassen den Besucher kurz innehalten. Damit schaffen Sie einen Mehrwert, der unbezahlbar ist: Sie heben sich aus der Menge an Webshops ab.

Über den Tellerrand hinaus

Bei Bergzeit.de endet die Beratung nicht zwangsläufig mit dem Kauf eines Produkts. Die Betreiber bieten zusätzlich über die Rubrik „Bergzeit Unterwegs" auch Kurse und Touren an – exklusiv für Kunden. Dabei gibt es auch wenig alltägliche Angebote für angehende Eiskletterer, aber auch Hochtouren-Kurse, Klettersteig-Kurse und Tiefschnee-Kurse. Auch bei den Touren ist die Auswahl groß: ob Canyoning, Freeriding oder eine Schneeschuh-Tour. Zwar ist Bergzeit.de freilich nicht der Veranstalter, aber auch die Kurse und Touren lassen sich direkt über den Shop buchen. Hier gehen die Betreiber einen unkonventionellen Weg und liefern einen Mehrwert, der sich sehen lassen kann. Nicht jeder, der sich online eine Wassersport-Ausrüstung zulegt, ist ein Vollprofi. Wer noch nach Adressen und Kursen sucht, kommt hier also auf seine Kosten.

Unabhängige Tests liefern

Der Bergzeit-Blog soll über aktuelle Trends, neue Materialien und die damit einhergehenden Möglichkeiten informieren. Die Artikel werden nach Angaben der Betreiber von ausgewählten Produkttestern, Bergzeit-Athleten und Mitarbeitern verfasst. Es ist ein unschätzbarer Mehrwert, Produkte nicht nur anzubieten, sondern den Kunden auch zu sagen, ob sie etwas taugen. Dabei ist es aber wichtig, möglichst unabhängig zu urteilen – oder aber die persönliche Meinung des Schreibers in den Mittelpunkt zu stellen, wie es Bergzeit tut. Dabei gilt jedoch, herauszustellen, dass es sich eben darum dreht: die persönliche Meinung des Testers. In einem informativen Text, gerade in einem Testbericht oder etwa auch in einer Kinokritik, hat das „Ich" im Grunde nichts verloren. Wenn Sie einen Artikel in der Ich-Form schreiben, bietet es sich an, eine kleine Info-Box zum Autor zu liefern. Wenn es sich beispielsweise um einen Bergzeit-Mitarbeiter handelt, könnte man hier eine Kurzinformation über seine Sportvorlieben und Aufgaben im Unternehmen angeben und so gedanklich wieder einen Bogen spannen – zum Onlineshop und den Ladengeschäften.

Die Berichte sind relativ lang. Nicht jeder wird die Zeit und Muße haben, sich alles genau durchzulesen. Es gibt zwar ein kurzes Fazit zum Schluss, aber ergänzend bietet sich hier ein Sternchensystem mit Übersicht einzuführen an, wie sie beispielsweise eBay liefert: Der Autor könnte ein Produkt beispielsweise nach Aussehen, Verarbeitung, Zweckmäßigkeit und Gesamteindruck beurteilen. Wenn Sie eine Social-Media-Komponente wünschen, lassen Sie auch die Leser abstimmen, die das Produkt schon kennen. Dabei müssen Sie die Wertungen nicht zusammenfließen lassen: Eine Möglichkeit ist die Unterscheidung in „Meinung der Redaktion" und „Meinung der Leser".

Korrektes Deutsch wirkt professionell

Lassen Sie Ihre Texte unbedingt immer durch eine Rechtschreibprüfung laufen. Ein Tippfehler wie „ Charaktäre" auf der Startseite des Blogs ist peinlich und tut weh. Tippfehler kommen schon einmal vor, aber bei einem Text, der dauerhaft auf der Site verbleiben soll, lohnt es sich, doppelt und dreifach Korrektur zu lesen. Vertipper sind meist Flüchtigkeitsfehler, und die vermitteln, dass sich der Verfasser nicht die Zeit genommen hat, den Text noch einmal ordentlich durchzulesen – was sich durchaus vermeiden lässt.

Anita Klingler

Autor: Anita Klingler

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 17 / 2011