• sportFACHHANDEL – Das Insider-Magazin mit News · Fakten · Hintergründen

So wird die neue OutDoor!

  • Andreas Mayer
  • Donnerstag | 28. Juni 2018  |  11:25 Uhr
365 Tage im Jahr, online und offline, mit Outdoor Plus und X-Industry und bei allem stets den Konsumenten im Blick – im ICM in München präsentierten die ISPO und die EOG ihre Vorstellungen rund um die neue europäische Leitmesse ab Sommer 2019 in München.

Schon das große Launch-Event am – auch aus Fußballsicht historischen – 27. Juni 2018 verdeutlichte gleich in mehrerer Hinsicht, wohin die Reise für die Outdoor-Branche geht: Während offiziellen Angaben zufolge 250 Vertreter von Marken, Händlern und Medien trotz Fußball-WM nach München kamen, wurde die Veranstaltung gleichzeitig per Live-Stream im Internet übertragen. Während der Präsentationen fiel vor allem immer wieder ein Wort: Der Konsument. Und auch bei der großen Podiumsdiskussion über die Zukunft der Outdoor-Branche suchte man eines vergebens: einen Vertreter des Fachhandels!

„Es ist der Konsument, der die Branche definiert“, rückte Messechef Klaus Dittrich gleich zu Beginn die neue Perspektive zurecht. „Die Marken sind nicht mehr nur Anbieter von Produkten, sondern von Erlebnissen,“ ergänzte Tobias Gröber. Und: „Markenerlebnisse sind wichtiger als die Details von Produkten“.

neuer_name
EOG-Generalsekretär Mark Held (r.) sowie Markus Hefter und Tobias Gröber (Messe München) beim großen Launch der "OutDoor by ISPO".
© sportFACHHANDEL

Für die Messe-Macher heißt das: Im Kampf um das Budget eines an vielen Dingen interessierten Konsumenten müssen – um weiter Wachstum gewährleisten zu können – neue Player und neue Sportarten in die Branche integriert, neue Zielgruppen gefunden sowie auch jenseits bestehender Verkaufskanäle und in weltweiten Netzwerken gedacht werden.

Auf der kommenden, ersten „OutDoor by ISPO“ gibt es daher einen Bereich „Core Outdoor“ mit den Segmenten Bergsport, Wandern, Trekking, Klettern, Bouldern, Camping, Reisen, Trailrunning sowie Funktionsbekleidung. Daneben öffnet die Messe München die Tore für Segmente mit dem Namen „Outdoor Plus“ wie Tourismus, Urban Outdoor, Mountainbike, E-Mountainbike, Outdoor Fitness, Paragliding, Surfen, Kajakfahren, SUP bis hin zu Yoga und Ernährung. Und: Auch Technologie- oder Logistik-Unternehmen oder andere, bisher branchenfremde Anbieter, sollen im Rahmen der Messe eines dritten Bereichs mit dem Namen „X-Industry“ (Cross-Industry) ebenfalls ins Boot geholt werden.

Geplant werde aktuell mit bis zu neun Messehallen, so der Projektverantwortliche Markus Hefter. Der Eingang zur Messe soll sich im Osten befinden. Dort soll auch ein Campingbereich entstehen. Darüber hinaus könne der nahegelegene See von den Wassersport-Anbietern genutzt werden.

Innerhalb der Hallen plane man ein lockeres Set-up mit Fokus-Bereichen, breiten Gängen und möglichst offenen Messeständen. Um dieses Ziel zu erreichen, plane man, in den kommenden Jahren die Standmiete von Quadratmeter basierten Preisen auf Kubikmeter umzustellen.

neuer_name
Die Messe wird vor allem im Ostteil des Geländes stattfinden und in verschiedene Bereiche unterteilt sein.
© sportFACHHANDEL

Während die Fachmesse nur für Fachbesucher geöffnet sein wird, will man Endverbraucher zu den parallel stattfindenden „OutDays Munich“ locken. Geplant sind zur Messelaufzeit zahlreiche Events in der Innenstadt. Ein Konzept, das von ausgewählten Münchener Händlern unterstützt werde.

„Im Messe-Business gibt es nicht so etwas wie einen Status Quo,“ analysierte EOG-Generalsekretär Mark Held. Man habe auch gar nicht nach einer neuen Messe gesucht, sondern nach einem „Powerhouse“, das Networking biete, neue Verbindungen möglich mache, für neues Wachstum sorge, neue Möglichkeiten biete, Enthusiasmus verbreite und „unendlich viele Ideen“ habe, so der Brite. „Und dies hier ist die Plattform, die unsere Branche braucht für weiteres Wachstum.“

Andreas Mayer

Mayer

Autor: Andreas Mayer

Chefredakteur sportFACHHANDEL / Wanderlust / SkiMAGAZIN