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Mit Video: ÖSFA legt Fokus auf Trends und Auszubildende

  • Andreas Mayer
  • Freitag | 21. Februar 2020  |  11:05 Uhr
Von 18. bis 20. Februar 2020 war die Brandboxx wieder der Hotspot für die österreichische Sportbranche. Globale Labels und interessante Newcomer stellten ihre Trends und Innovationen für den Winter 2020/21 vor. Auch der 3. Lehrlingstag war ein voller Erfolg.
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Highlight-Präsentation im Foyer der ÖSFA
© Brandboxx

„Für die Sportbranche in Österreich ist die ÖSFA eine unverzichtbare Einrichtung. An den drei Messetagen wird bestimmt, was nächsten Winter im Fachhandel zu finden ist“, sind sich Brandboxx Geschäftsführer Markus Oberhamberger und ÖSFA-Messeleiterin Karin Illing einig. Das interessante und breite Spektrum an vielfältigen modernen Brands, globalen Playern und traditionsreichen Herstellern begeistert die Besucher. Ob die Einkäufer hippe Freerider oder sporty Silver Surfer als Hauptkunden haben; auf Österreichs größter und bedeutendster Sportfachmesse ist für jede Zielgruppe etwas dabei. Beeindruckt war auch die ehemalige Skirennläuferin Brigitte Obermoser: „Eine tolle Möglichkeit für Hersteller mit dem Sportartikelhandel hier auf der Messe enge Kontakte zu pflegen. Das ist wichtig, denn die wissen, was der Kunde will und das lässt wiederum Innovationen entstehen."

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v.l.n.r: Markus Oberhamberger, Stefan Schmitt vom Freeride, Freestyle und All-Mountain-Skiing Label Faction und Karin Illing.
© Brandboxx

Auch die Zukunft der Branche – die Lehrlinge – wurden aktiv miteingebunden. Um die Lehrlinge auf die aktuellen Trends und Produktneuheiten zu schulen, fand bereits zum dritten Mal der ÖSFA Lehrlingstag statt. Auf Initiative der Wirtschaftskammer Österreich und des VSSÖ wurden mit Unterstützung der Berufsschulen Sportfachhandel-Lehrlinge aus ganz Österreich eingeladen – und knapp 200 folgten der Einladung. „Die Lehrlinge sind die Zukunft des Sportfachhandels. Umso wichtiger ist es, ihnen Wissen über die aktuellen Trends und Produkte der Industrie kompakt und praxisnah zu vermitteln. Der ÖSFA-Lehrlingstag ist dafür mittlerweile zu einer etablierten Plattform geworden“, erklärt Michael Nendwich, Geschäftsführer des VSSÖ.

Mit einem Gesamtumsatz von 2,73 Milliarden Euro (Quelle: VSSÖ) sei die Sportwirtschaft 2018 für 5,75 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung Österreichs verantwortlich (Quelle: SportsEconAustria) und läge damit über der des Bausektors, wie es heißt. Und so sei es auch nicht verwunderlich, dass entgegen dem negativen Gesamttrend die Lehrlingszahlen im Sportfachhandel kontinuierlich stiegen: von 2018 auf 2019 um 3,7 Prozent auf 763 Lehrlinge, so der VSSÖ. Derzeit beschäftige der Sportfachhandel etwa 11.000 Mitarbeiter an etwa 1.810 Standorten in Österreich – „mit knapp 2 Milliarden Euro Umsatz hat der Sportfachhandel eine Sonderstellung im Handel“, wie Gernot Kellermayr, Präsident des VSSÖ betont.

„Dabei ist der Rundum-Service durch top ausgebildete und motivierte Mitarbeiter ein Alleinstellungsmerkmal des Sportfachhandels gegenüber dem Onlinekauf“, so Kellermayr. „Dieses Alleinstellungsmerkmal können wir nur durch kompetente Mitarbeiter garantieren, die mit der Individualisierung im Sportfachhandel Schritt halten und die technisch aufwendigen Sportgeräte servicieren können“, meint auch Nendwich. Darum setzte sich der VSSÖ gemeinsam mit dem Gremium des Handels mit Mode und Freizeitartikeln seit Jahren für die Etablierung eines neuen Lehrberufs ein.

Unter anderem wurde am 1. August 2019 der neue Lehrberuf Sportgerätefachkraft offiziell verordnet. Durch den neuen Lehrberuf sollen etwa 100 neue Arbeitsplätze für Sportgerätefachkräfte im Jahr 2020 geschaffen werden. Die ersten Lehrlinge befinden sich schon in Ausbildung. Sportgerätefachkräfte sind für die technischen Arbeiten rund um Sportgeräte aller Art und für Beratung von Kundinnen und Kunden sowie den Verkauf im Sportartikelfachhandel zuständig. Sie erhalten wie bisher eine kaufmännische Ausbildung, jedoch sind die zunehmende Digitalisierung von Kundenberatung und -service wichtiger Bestandteil des Lehrplans. „Den Fokus bei der Definition des Berufsbilds Sportgerätefachkraft und der Entwicklung der Lehrinhalte haben wir aber auf eine umfangreiche technische Ausbildung gelegt“, erklärt Michael Nendwich. Für die Lehrlinge bedeutet das in der Praxis: Fahrräder reparieren und zusammenbauen, Fehleranalysen bei E-Bikes durchführen, Ski-Bindungen montieren, Tennisschläger bespannen oder Fitnessgeräte aufbauen – und vieles mehr. Im Handel beraten Sportgerätefachkräfte über Eigenschaften, Einsatzmöglichkeiten und die sichere Anwendung, aber auch die Pflege von Sportgeräten und verkaufen diese.

Andreas Mayer

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Autor: Andreas Mayer

Chefredakteur