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Mark Held: „Der Veranstaltungsort ist...

  • Marcel Rotzoll
  • Sonntag | 05. Februar 2017  |  10:07 Uhr
... weder Teil des Fragebogens noch der Aufgabenstellung für die Arbeitsgruppe“. Mit der größten Umfrage in der Geschichte der European Outdoor Group (EOG) will der Branchenverband Klarheit rund um die Zukunft der europäischen Leitmesse OutDoor. Mark Held, Generalsekretär der EOG, stellt jedoch sofort klar: Diskussionen um Friedrichshafen als Veranstaltungsort wird es nicht geben!

Interview: Andreas Mayer

Die European Outdoor Group (EOG) hat Einzelheiten über eine umfassende Überprüfung der OutDoor-Messe bekanntgegeben. Die Initiative beginnt mit einer Recherchephase während des ersten Halbjahres 2017, in der identifiziert werden soll, was europäische Marken und Einzelhändler in den kommenden Jahren von der Messe erwarten. Die EOG hat eine unabhängige Arbeitsgruppe zum Management des Projekts eingerichtet und fordert Outdoor-Unternehmen auf, zur Recherche beizutragen und dabei zu helfen, die Zukunft der OutDoor-Messe zu gestalten. sportFACHHANDEL sprach mit EOG-Generalsekretär Mark Held:

sportFACHHANDEL: Mark, was steckt hinter der Umfrage? Wie kam es dazu?

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EOG-Generalsekretär Mark Held
© EOG

Mark Held: Für uns ist das Thema eigentlich nichts Neues, da wir zusammen mit unserem Partner, der Messe Friedrichshafen, dafür verantwortlich sind, den langfristigen Erfolg der OutDoor sicherzustellen. Daher habe wir laufend Analysen und ein strategisches Forum, in dem es darum geht, wie das erreicht werden kann. Der Grund für laufende Analysen ist das schnelle Tempo, in dem sich unsere gesamte Branche verändert und jeden einzelnen Aspekt berührt: die Dauer der Lieferkette, frühere Ordertermine, leichterer Zugriff auf Daten durch Digitalisierung usw. Die Antwort der European Outdoor Group (EOG) auf diese Fragen war, eine Arbeitsgruppe aus Mitgliedern ins Leben zu rufen, die verschiedene Optionen untersucht und Empfehlungen bereithält für den Vorstand sowie den weiteren EOG-Mitgliedern, Empfehlungen zu bereiten. Diese Gruppe hat bereits mehrere Berichte in Auftrag gegeben, die den Status Quo von Messen sowohl in Europa als auch in den USA beleuchten. Es war allerdings das Gefühl vorhanden, dass wir einen größeren Datenbestand brauchen, was unsere Kern-Stakeholdergruppe hier in Europa angeht und daher der Beschluss, eine große Umfrage zu starten.

sportFACHHANDEL: Theoretisch gesehen, was wären denn mögliche Ergebnisse der Umfrage?

Mark Held: Das ist schwer zu beantworten, denn indem ich das täte, würde ich bereits jetzt die Ergebnisse beeinflussen. Daher nur ein paar Punkte dazu:

1. Es ist ein sehr langer Fragebogen und die Verbreitung ist die größte, die wir je getan haben. Also erwarte ich eine enorme Anzahl an Daten.2. Die EOG-Arbeitsgruppe hat drei Top Outdoor- und Sportindustrie-Berater beauftragt, den Fragebogen zusammenzustellen, die Ergebnisse zu analysieren und über den Ausgang zu berichten. Wer diese drei unabhängigen Berater sind, werden wir nicht publik machen, zusammen haben sie allerdings enorme Erfahrungen darin, an der Spitze unseres Sektors zu arbeiten.3. Letztlich werden die Ergebnisse die Schlussfolgerungen der Berater und der Arbeitsgruppe mit vertrauenswürdigen, statistisch robusten Daten unterstützen.

sportFACHHANDEL: Schon einige Zeit gab es Diskussionen über das Datum, den Veranstaltungsort und die Zielgruppe der Messe. Werden diese Probleme ebenfalls angesprochen?

Mark Held: Du wirst aus meinen bisherigen Antworten herausgehört haben, dass dies Teil eines größeren Prozesses ist. Aber um Deine Frage relativ direkt zu beantworten: das Datum, die Zielgruppe und jeder andere Aspekt der Messe sind Teil des Fragebogens – mit Ausnahme des Veranstaltungsortes, der weder Teil des Fragebogens noch der Aufgabenstellung für die Arbeitsgruppe ist!

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Stagniert die OutDoor? Fakt ist, dass sich das Wachstum sowohl bei den Besucherzahlen als auch bei der Zahl der Aussteller in den vergangenen Jahren abgeflacht hat
© Messe Friedrichshafen

sportFACHHANDEL: Steckt die OutDoor in der Krise oder sehen wir einer gesunden Zukunft entgegen?

Mark Held: Seit der Wirtschaftskrise, die Europa 2008 heimsuchte, sind die Zeiten schwieriger geworden für unsere Branche. Und dennoch ist die OutDoor weiter gewachsen, wird gut besucht und bietet unserer Branche entscheidenden Service. Wir glauben definitiv, dass sie eine gesunde Zukunft vor sich hat. Die EOG nimmt ihre Verantwortung dafür sehr ernst!

Rotzoll

Autor: Marcel Rotzoll

Stellv. Chefredakteur sportFACHHANDEL

Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: sport-FACHHANDEL Nr. 02 / 2017