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ISPO-Fazit: Weniger Besucher, aber viele neue Impulse

  • Andreas Mayer
  • Donnerstag | 07. Februar 2019  |  16:46 Uhr
Trotz Schneechaos zu Beginn eine ISPO kamen insgesamt rund 80.000 Besucher nach München, um sich über Trends und Innovationen für Winter 19/20 sowie neue Impulse und Potenziale für's Geschäft zu informieren.
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Auf der neuen eSports Arena wurden Vorträge und Spiele über einen eigenen Twitch-Kanal übertragen.
© Messe München

Insgesamt kamen der Messe München zufolge 80.000 Fachbesucher aus 120 Ländern nach München (2018: 83.606). Die besucherstärksten Länder waren (in dieser Reihenfolge) Italien, Österreich, Frankreich, die Schweiz, Großbritannien sowie die Russische Föderation. 2.943 Aussteller präsentierten ihre Produkte und Innovationen. Das entspricht einem Plus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil internationaler Aussteller erreichte in diesem Jahr eine Bestmarke von 89 Prozent (2018: 88 Prozent). Zu den teilnehmerstärksten Ländern zählten Deutschland, China, Frankreich, Großbritannien, Italien, Taiwan sowie die USA.

Neben Innovationen aus den Bereichen Wintersport, Outdoor und Fitness bekam die Branche Potenziale aufgezeigt, um für den Konsumenten von Morgen attraktiv zu bleiben. Eine wesentliche Rolle spielten dabei die Themen Nachhaltigkeit, Digitalisierung und erstmals eSports. „Die ISPO Munich zeigt, dass es für Sportartikelhersteller und Sportfachhändler zahlreiche ungenutzte Potenziale gibt, die das Wachstum und vor allem die Branche selbst beflügeln können", beobachtete Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München. So wurden beispielsweise aus der neuen eSports Arena Vorträge und Spiele über einen eigenen Twitch-Kanal übertragen. Mehr als 300.000 Aufrufe in den letzten drei Tagen zeigen, welche Reichweiten eSports erzielen kann. Für die gesamte Sportbranche eröffnet sich damit eine große Chance, um vor allem eine jüngere Zielgruppe zu erreichen. Digitalisierung spielt dabei eine entscheidende Rolle.

„Nicht digital zu denken, ist keine Option. Die Welt verändert sich, jeder von uns muss es auch tun“, appelliert Stefan Herzog, Generalsekretär der Verbandes der Deutschen Sportfachhändler (VDS). „Die ISPO Munich bietet dazu dem Fachhandel alles, was dieser braucht, um jetzt und auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein.“ Neue Plattformen wie ISPO Digitize, so Herzog weiter, seien die ideale Ergänzung. Seit der Premiere vor einem Jahr, ist ISPO Digitize die Plattform geworden, auf der sich Sportfachhändler und Hersteller über digitale Produkte und Services informieren können – und vor allem die Potenziale der Digitalisierung sichtbar werden.

Der nächste ISPO Digitize Summit findet am 3. und 4. Juli 2019, die nächste ISPO Munich von 26. bis 29. Januar 2020 statt.

Andreas Mayer

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Autor: Andreas Mayer

Chefredakteur sportFACHHANDEL / Wanderlust / SkiMAGAZIN