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Eurobike mit Neukonzeption in zwei Schritten

  • Marcel Rotzoll
  • Donnerstag | 13. Oktober 2016  |  19:02 Uhr
Weniger Fachbesucher, fernbleibende Aussteller, Konkurrenz durch Hausmessen – In dieser Gemengelage reagiert die Eurobike und will das eigene Messekonzept in zwei Schritten weiterentwickeln. 2017 wird die Messe wieder auf vier Tage verkürzt, ab 2018 ist sie nur noch für Fachbesucher geöffnet.

Nachdem die Fachbesucherzahlen zuletzt deutlich gesunken, zudem weiterhin einige Fernbleiber unter den großen Marken zu verzeichnen waren und noch dazu die Verbundgruppe ZEG Mitte September angekündigt hatte, die Eurobike 2017 auszulassen und dafür stärker auf die eigene Hausmesse im Juli zu setzen, stellt die Friedrichshafen Leitmesse nun die Weichen für die Zukunft neu. Zunächst wird die 2017er-Auflage wieder um einen Tag verkürzt und findet von Mittwoch, 30. August bis Samstag, 2. September in Friedrichshafen statt. Vorerst zum letzten Mal wird der letzte Messetag als Festival Day zum Endverbrauchertag.

Ab 2018 wird die Messe auf den Juli vorverlegt und zudem ausschließlich Fachbesuchern vorbehalten bleiben. Startschuss für die Eurobike soll 2018 Sonntag, der 8. Juli werden. Ob die Messe drei oder vier Tage läuft, soll zeitnah mit den Ausstellern abgestimmt werden.

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Neues Eurobike-Konzept: Ab 2018 ausschließlich Fachbesucher
© Eurobike

„Mit dem früheren Termin gewinnt die Eurobike an Relevanz und stärkt ihre Bedeutung als globale Leitmesse für Trends und Neuheiten. Unsere Neukonzeption trifft bei vielen Marktteilnehmern auf Zustimmung, benötigt jedoch genügend Vorlauf, um Planungssicherheit für alle zu schaffen", erläutert Klaus Wellmann, Geschäftsführer der Messe Friedrichshafen, die Neukonzeptionierung. „Wir plädieren dafür, dass eine globale Premierenvorstellung der Produktneuheiten auf der Leitmesse am Bodensee geschieht. Der zukünftig frühere Eurobike-Termin 2018 ist eine Chance, wieder mehr relevante Marktteilnehmer unter einen Hut zu bringen. Viele Gespräche, die wir dazu geführt haben, unterstreichen dies.“

Man wolle die Messe wieder zu einem Orientierungstermin machen, zu dem die relevanten Marken erstmals ihre Neuheiten präsentieren. Daraus resultiere, dass man sich ab 2018 ausschließlich auf Fachbesucher konzentriere. Eurobike-Bereichsleiter Stefan Reisinger hofft: „Mit der frühen Bekanntmachung des 2018er Termins geben wir der Fahrradbranche Orientierung, Planungssicherheit und den notwendigen Vorlauf, um sich auf den zukünftig deutlich früheren Eurobike-Termin einzustellen. Wir sind uns bewusst, dass dies für manche Marktteilnehmer eine Herausforderung darstellt. Für die Branche schaffen wir damit die Voraussetzung, sich zukünftig wieder geschlossener auf der Eurobike präsentieren zu können. Damit bieten wir weiterhin die richtige Plattform, um Synergien für Industrie, Handel und Medien zu schaffen.“

Rotzoll

Autor: Marcel Rotzoll

Stellv. Chefredakteur sportFACHHANDEL